Abstand halten lautet auch in dieser Saison die Devise. Und am Vormittag werden die 50-Meter-Bahnen im Kreisverkehr geschwommen. ArchivFoto: Gemeinde Kriftel
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Abstand halten lautet auch in dieser Saison die Devise. Und am Vormittag werden die 50-Meter-Bahnen im Kreisverkehr geschwommen. ArchivFoto: Gemeinde Kriftel

Freizeit

Krifteler Parkbad öffnet nächste Woche

  • Ulrike Kleinekoenen
    VonUlrike Kleinekoenen
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Saisonstart voraussichtlich am Feiertag um 8 Uhr. Verschiedene Zeitfenster sollen den Badebetrieb entzerren und Schlangen am Eingang vermeiden.

Kriftel -Mit den sinkenden Inzidenzzahlen gibt es auch grünes Licht für die Öffnung der Freibäder. Am vergangenen Samstag konnte die Notbremse nach fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 bereits gelockert werden. In einer zweiten Stufe - nach weiteren 14 Tagen unter 100 oder fünf Tagen unter 50 - kommen in Stufe 2 neue Erleichterungen hinzu. "Das bedeutet für uns, dass wir auf jeden Fall am Samstag, 5. Juni, das Parkbad wieder öffnen können", freut sich Bürgermeister Christian Seitz. Vielleicht schon zwei Tage vorher, an Fronleichnam - vorausgesetzt, die Inzidenz bleibt weiter unter 50.

Das Team der beiden Schwimmmeister Alexander Wölfinger und Ralf Stössel ist auf jeden Fall startklar. Und das Konzept für die zweite Saison unter Corona-Bedingungen steht ebenfalls. Im Wesentlichen gelten wieder die gleichen Regeln wie im vergangenen Jahr. Doch es gibt eine wesentliche Veränderung: Um lange Schlangen gerade an heißen Tagen am Nachmittag vor dem Einlass zu verhindern, gibt es mehrere Zeitfenster, auf die die Maximalzahl der erlaubten Badegäste verteilt wird.

Von 14 bis 19 Uhr können 40 Prozent der Tickets gebucht werden, ab 15 Uhr weitere 40 Prozent. Und für die Berufstätigen, die nach der Arbeit noch eine Abkühlung suchen, bleiben 20 Prozent reserviert. So sieht es das Grundkonzept vor, das jedoch je nach Nachfrage auch noch angepasst werden könnte, erklärt Tobias Guldner, der im Rathaus für das Parkbad zuständig ist.

Die verschiedenen Zeitfenster hätten auch den Vorteil, dass sich die Besucher im Bad besser verteilen. Schließlich gehen alle zunächst in die Umkleiden, dann ins Becken, anschließend auf die Liegewiese, wollen sich später stärken. "Wir möchten das alles etwas entzerren", sagt Guldner.

Da je nach Zeitfenster die Verweildauer im Bad unterschiedlich lang ist, sind auch die Preise gestaffelt. Ab 14 Uhr zahlen Erwachsene 4 Euro, ab 15 Uhr 3 Euro und ab 17 Uhr 2 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren entsprechend 2,50, 2 und 1 Euro. Morgens gibt es an den Werktagen von Montag bis Freitag zwei Zeitfenster, und zwar von 8 bis 10 und von 10.30 bis 12.30 Uhr. Der Eintritt kostet jeweils 2 Euro für Erwachsene, 1 Euro für Kinder und Jugendliche. Samstags und sonntags wird nur ein Zeitfenster von 8 bis 12.30 Uhr im Parkbad angeboten, dann zahlen Erwachsene 3 Euro, Kinder und Jugendliche 2 Euro.

Karten gibt es ab Montag

Wie bereits im vergangenen Jahr soll der Kartenverkauf wieder vorwiegend online abgewickelt werden. Selbst für Kinder unter vier Jahren, die kostenlos schwimmen dürfen, muss online eine Eintrittskarte gebucht werden. Der Ticket-Verkauf ist ab kommenden Montag im Internet unter www.kriftel.de oder https://shop-parkbad.de freigeschaltet.

Lediglich werktags ist am Vormittag auch der Eintritt gegen Barzahlung möglich. Hier reagiert die Gemeinde auf Beschwerden gerade älterer Badegäste, die keine Möglichkeit haben, eine Eintrittskarte im Internet zu kaufen. Vor allem die Stammgäste werden vermutlich bedauern, dass es auch in diesem Sommer keine Saisonkarten geben wird. "Wir könnten den Besitzern einer Dauerkarte nicht garantieren, dass sie dann auch jederzeit schwimmen können", erklärt Guldner, der außerdem noch darauf hinweist, dass angesichts der beschränkten Besucherzahl der Gemeinde daran gelegen ist, so vielen Gästen wie möglich den Badespaß zu ermöglichen.

Nach wie vor hat die Sicherheit oberste Priorität. Vom Parkplatz bis ins Bad gilt weiterhin 1,50 Meter Abstand. Und wo dies nicht möglich ist, ist die Maske nach wie vor Pflicht, insbesondere im Kassenbereich und auch auf den öffentlichen Flächen in den Umkleiden. Weil die Belüftung dort nur unzureichend möglich ist, bleiben die warmen Duschen geschlossen. Gesperrt wird auch die Rutsche, und der Sprungturm ist nur geöffnet, wenn nicht so viel los ist. Den Besuchern wird empfohlen, vor dem Badbesuch einen Schnelltest zu machen, Pflicht ist er jedoch nicht.

Weil er sich bewährt hat, hält die Gemeinde auch an dem Kreisverkehr im großen Becken am Vormittag fest, in dem vor allem die Schwimmer ihre 50-Meter-Bahnen ziehen können. Mittags, wenn zunehmend Familien und Kinder das Bad besuchen, wird der Nichtschwimmerbereich wieder vergrößert. Auf der Liegewiese dürfen sich Grüppchen von bis zu zehn Personen zusammentun, die zu den anderen Gästen mit 1,50 Meter Distanz ihre Decke ausbreiten müssen. Im Kleinkind-Bereich hofft die Gemeinde auf die Eigenverantwortung der Eltern, dass sie mit entsprechendem Abstand oder gegebenenfalls auch mit Maske ihre Kleinen beaufsichtigen.

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