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Die Lindenschule ist derzeit Kriftels Großbaustelle.

Grundschule

Lindenschule bleibt bis 2020 eine Baustelle

Die Lindenschule bekommt ein zusätzliches Schulgebäude. Nach den Weihnachtsferien 2019/20 soll der Trakt fertig sein. Aktuell liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Bei einem flüchtigen Blick auf das Gelände der Lindenschule könnte man meinen, dass in den letzten Wochen neue Pausenattraktionen für die Grundschüler entstanden sind. Überall häufen sich große Erdhügel an, die sicherlich den einen oder anderen Schüler zum Toben und Klettern anlocken dürften. Bei „genauerer Betrachtung“ fallen dann aber die vielen Bauzäune und der gelbe Bagger zwischen der aufgeschichteten Erde auf. Wo vor kurzem noch das kleine Fußballfeld stand, ist nun ein großes Loch. Dort wird ein Erweiterungsbau entstehen, der die Platznöte der Krifteler Grundschule lösen soll.

„Wir konnten allen Eltern, die eine Betreuung für ihre Kinder benötigten, eine solche anbieten“, berichtete Schulleiterin Sandra van de Weyer Anfang September beim Spatenstich des Projektes. Damit dies gelingen konnte, mussten alle – Schüler wie Lehrer – näher zusammenrücken. „So hatte der Platzmangel auch seine positive Seite“, erklärte van de Weyer damals. Ein Dauerzustand war die Regelung aber nicht, denn die vierten Klassen mussten beispielsweise vorübergehend in die Räumlichkeiten der benachbarten Weingartenschule ausweichen.

Mehr als 400 Kinder besuchen aktuell die Lindenschule, wovon knapp 300 Jungen und Mädchen in der Nachmittagsbetreuung angemeldet sind. Das bisherige Schulgebäude in der Lindenstaße war dieser Entwicklung schlicht nicht mehr gewachsen.

Der Main-Taunus-Kreis lässt daher jetzt ein zusätzliches Gebäude errichten, das auf dem neusten Stand der Technik sein wird. Aufgrund der Errichtung nach Passivhausstandard inklusive einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird künftig Energie gespart. Und Dank der zwölf neuen Klassenräume können in Zukunft alle Lindenschüler durchgehend auf dem eigenen Areal untergebracht und betreut werden. Darüber hinaus verfügt die Lindenschule dann über eine eigene Küche samt Speiseraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. So werden im Altbau zusätzliche Gruppen- und Funktionsräume frei. Kosten wird das ganze Projekt rund acht Millionen Euro. Der neue Trakt soll nach den Weihnachtsferien 2019/2020 fertig sein. Die Pressestelle des Main-Taunus-Kreis bestätigte dieser Zeitung am Freitag, dass das Großbauvorhaben in der Obstbaugemeinde momentan im Zeitplan liegt. Der Kreis ist der Schulträger.

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