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Cem Kücük freut sich riesig über seinen gelungenen Auftritt in der Casting-Show „The Voice of Germany“ am Donnerstagabend.

Castingshow

Der Student Cem Kücük begeistert bei "The Voice of Germany"

Am Donnerstagabend hatte der Krifteler Cem Kücük bei der Castingshow „The Voice of Germany“ seinen ersten Auftritt vor großem Publikum. Geht es nach ihm, dann soll es nicht der letzte gewesen sein.

Die Nervosität war Cem Kücük zu Beginn seines großen Auftritts im Fernsehen deutlich anzumerken. „Aufgeregt“, merkt Popstar Mark Forster an, der zusammen mit Yvonne Catterfeld, Smudo und Michi Beck von den „Fantastischen Vier“ sowie Michael Patrick Kelly als Juror und Förderer unbekannter Gesangstalente bei „The Voice of Germany“ fungiert. „Bis zum letzten Moment war ich eigentlich recht locker“, berichtet Cem, „als dann aber die Musik einsetzte, hab ich richtig Muffensausen bekommen.“ Wer will es ihm verdenken, schließlich machte der 22-Jährige bis dahin hauptsächlich für sich selbst Musik. Plötzlich aber waren hunderte Augenpaare sowie ein Dutzend Kameras und Scheinwerfer im TV-Studio Adlershof in Berlin auf ihn gerichtet.

Nur Forster und seine Kollegen hatten den Blick abgewandt. Der Clou der seit Jahren erfolgreichen Castingshow von Sat.1 und Pro Sieben ist, dass die Sänger und Sängerinnen voll und ganz über ihre Stimme auf sich aufmerksam machen sollen. Bei Cem hörten die Profis aus der Jury zunächst ein der Aufregung geschuldetes Zittern in der Stimme. Auch der Takt mag erst nicht ganz so wie der Sänger. In Tracy Chapmans Hit „Fast Car“ aus dem Jahr 1988 hatte er sich allerdings auch einen Song ausgesucht, der extrem wenig Fehler verzeiht. Doch mit jedem Moment, der auf der Bühne vergeht, kommt Cem besser und besser rein. Noch während der zweiten Strophe hat er Smudo und Michi an der Angel. Sie drücken auf den Buzzer, der ihren Stuhl in Richtung Cem drehen lässt und signalisieren dem Sänger so: Gefällt uns, mit dir wollen wir weiter machen.

„Ab dem Moment war dann der ganz große Druck raus“, gesteht Cem. Mit den letzten Takten des Liedes drehen sich dann auch noch Forster und Catterfeld, um ihn für ihre Teams, die in den nächsten Wochen um das Weiterkommen streiten werden, zu gewinnen. Doch den Zuschlag bekommen die „Fantas“ – wer zuerst kommt, malt zuerst, erklärt Cem schmunzelnd, auch wenn er natürlich allen für ihr Interesse dankbar war. Der erfolgreiche Auftritt war für ihn der Beweis, dass er tatsächlich singen kann. „Zuvor bin ich wenn überhaupt in kleinen Bars aufgetreten“, erklärt er, „und dort überwiegend vor Freunden und Verwandten.“ Bei seinen Eltern, die ihm in Berlin zur Seite standen, kam sein Gesang natürlich immer gut an. Jetzt konnte der Student der Wirtschaftswissenschaft auch Musik-Profis überzeugen.

In den kommenden Wochen darf Cem sich erneut vor großem Publikum beweisen. Derzeit ist er aufgrund eines Auslandssemesters in Frankreich, kann es aber trotzdem gar nicht abwarten. „Hätte man mich vor einem halben Jahr gefragt, so hätte ich wohl noch gesagt, dass die Bühne nicht mein Ding ist“, sagt er nach seiner bestandenen „Feuertaufe“, „aber diesen Adrenalinkick will ich unbedingt wieder spüren.“ Zum Vorab-Casting ging er vor einigen Wochen noch ganz unbedarft. Dieses fand im Dorint Hotel in Sulzbach statt. „Weil ich an dem Tag ohnehin ins angrenzende Main-Taunus-Zentrum wollte, hab ich einfach meine Gitarre geschnappt und bin da ganz ohne Erwartungen hin“, verrät er. Mittlerweile hat ihn aber der Ehrgeiz gepackt. Wenn möglich, würde er die aktuelle Staffel „The Voice of Germany“ doch ganz gerne gewinnen, sagt er ganz cool.

von ROBIN KUNZE

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