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Seit 2013 spricht hier kein Preis mehr ? in Folge der Insolvenz musste auch der Krifteler Praktiker-Baumarkt schließen.

Bauantrag gestellt

Toom will 2019 eröffnen

Alles im grünen Bereich: An exponierter Stelle im Krifteler Gewerbegebiet wird es nach einer langen Phase der Unsicherheit wieder einen Kundenmagneten geben.

Nachdem die Baumarktkette Praktiker 2013 Insolvenz anmeldete, musste auch die Filiale in Kriftel geschlossen werden. Seitdem liegt das Gelände an der Autobahn A 66 brach. Doch das wird sich bald ändern: Das Kölner Unternehmen Toom möchte an dieser Stelle einen neuen Baumarkt errichten, der noch im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Der Mietvertrag mit den Grundstückseigentümern ist bereits unterschrieben, die Abrissgenehmigung für die alte Praktiker-Halle liegt vor, und ein Baugenehmigungsverfahren wurde, wie berichtet, vor rund zwei Monaten eingeleitet.

Da es sich bei der Errichtung des neuen Baumarktes um einen Sonderbau handelt, gibt es keine verbindlichen Fristen für das Verfahren. „Ich rechne nun aber mit einem zeitnahen Bescheid, möchte allerdings gegenüber der Bauaufsicht keinen Druck machen“, erklärt der Erste Beigeordnete und Wirtschaftsdezernent der Gemeinde Kriftel, Franz Jirasek, auf Anfrage dieser Zeitung. Auf die eine oder andere Woche komme es jetzt nicht mehr an, schließlich hatten die Gemeinde und der Grundeigentümer fünf Jahre gewartet, ehe für die Immobilie im Gewerbegebiet wieder eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. An Angeboten aus den unterschiedlichsten Branchen habe es dabei übrigens nicht gemangelt, sagt Jirasek. Auch ein Ein-Euro-Laden hatte angefragt, doch diese Option wurde abgelehnt. Aufgrund der Lage an der Autobahn ist das Areal mitunter das Erste, was Besucher des Krifteler Gewerbegebiets zu sehen bekommen. Es sollte sich aus dieser Hinsicht dort also ein renommiertes Unternehmen ansiedeln.

Das ist nun gelungen. Die Toom-Kette – eine Tochter der Rewe-Gruppe – zählt nach eigenen Angaben mit über 330 Märkten und mehr als 15 000 Beschäftigten zu den führenden Anbietern der deutschen Baumarktbranche. Pikanterweise hatte ein Konkurrent den Vertragsabschluss in Kriftel erheblich verzögert. Vor vier Jahren plante die Bauhaus AG die Errichtung eines Mega-Baumarktes auf der gegenüber liegenden Seite der Autobahn in Hattersheim. Die Eigentümer des Praktiker-Geländes, denen auch das Grundstück des Hattersheimer Globus-Supermarktes gehört, mussten abwarten. Sie wollten ihrerseits unbedingt wieder einen Baumarkt haben. Doch erst nachdem die Pläne von Bauhaus scheiterten, konnte mit Interessenten verhandelt werden.

„Die Zusammenarbeit mit den Eigentümern war durchweg ausgezeichnet“, freut sich Jirasek. Hunderte von Stunden habe er zusammen mit dem entsprechenden Beauftragten an der Umsetzung des Projektes gearbeitet. „Wir waren unter anderem gemeinsam beim Regionalverband, dem Regierungspräsidium oder auch Naturschutzbehörden“, berichtet der Erste Beigeordnete. Kein Wunder also, dass er nun in Sachen Baugenehmigung nicht ungeduldig wird. Der neue Baumarkt wird kommen.

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