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Trotz steigender Strompreise: Kriftels Weihnachtshaus strahlt wieder

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Von: Robin Kunze

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Eindrucksvoller kann man seinen Mitmenschen wohl kaum ein „Frohes Fest“ wünschen: Mit über 35 000 LED-Leuchten schmückt Bernhard Daubitz jährlich sein Haus in der Richard- Wagner-Straße. Davon lässt er sich auch durch steigende Strompreise nicht abbringen.
Eindrucksvoller kann man seinen Mitmenschen wohl kaum ein „Frohes Fest“ wünschen: Mit über 35 000 LED-Leuchten schmückt Bernhard Daubitz jährlich sein Haus in der Richard- Wagner-Straße. Davon lässt er sich auch durch steigende Strompreise nicht abbringen. © Knapp

Mit über 35 000 LED-Lampen macht Bernhard Daubitz sein Haus in der Richard-Wagner-Straße zum adventlichen Highlight.

Kriftel -Die Frage, die sich viele nicht nur in der Gemeinde stellten, war angesichts rasant steigender Energiepreise durchaus berechtigt: Wird das überregional bekannte Weihnachtshaus in der Richard-Wagner-Straße auch in dieser Adventszeit wieder den Himmel über Kriftel erhellen? Die Antwort ist jetzt jeden Tag ab 16.30 Uhr deutlich zu vernehmen: Ja, Bernhard Daubitz sorgt auch in diesem Jahr mit seinem Haus wieder für mehr als nur einen Hingucker.

An einen Verzicht auf sein Lichter-Spektakel hatte Daubitz erst gar nicht gedacht. Zwar fallen ihm die Dekorationsarbeiten, die stolze acht Wochen Vorbereitungszeit benötigen, mit zunehmendem Alter immer schwerer, doch nimmt er die Mühen gerne in Kauf. „So lange es den Menschen Freude bereitet und ich noch krabbeln kann, mach ich weiter“, betont der 73-Jährige. Und wie sein Weihnachtshaus für Freude sorgt: Manch staunendes Kind aus der Nachbarschaft müsse von den Eltern schon mit viel gutem Zureden zum Heimkommen bewegt werden, wie Daubitz schmunzelnd erzählt. Durchs Fenster beobachtet er regelmäßig, ob sich wieder Bewunderer vor seinem Grundstück eingefunden haben. Dann schnappt er sich die große Schüssel mit Gummibärchen und begrüßt seine Fans, die ihm längst den Spitznamen „Weihnachtsmann von Kriftel“ verpasst haben.

Dank LED-Technik halten sich die Kosten in Grenzen

Wegen der Stromkosten haben ihm Nachbarn bereits vor Jahrzehnten Unterstützung angeboten, wie er sich erinnert. Daubitz, der 1978 in Kriftel baute und seit 1980 das Haus zum Leuchten bringt, stellte stattdessen lieber einen speziellen Briefkasten für Spenden an das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden auf. Auch in diesem Jahr bedankt sich der Briefkasten dank eingebautem Sprach-Chip artig für jede milde Gabe.

Was den Stromverbrauch angeht, so hat Bernhard Daubitz in weiser Voraussicht schon längst auf LED-Technik umgerüstet. Etwas mehr als 35 000 der stromsparenden Lämpchen umfasst seine Dekoration, zudem unter anderem eine Seil- und Eisenbahn oder einen Märchenpavillon, damit sich für die Besucher „was tut“, wie Daubitz erklärt. Normalerweise koste ihn das Beleuchten für den Zeitraum von sechs Wochen 60 Euro. In diesem Jahr, so hat es Daubitz ausgerechnet, dürften es um die 100 Euro werden. Der Effekt, den sein Weihnachtshaus ausübt, ist hingegen unbezahlbar.

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