Freizeitpark

Wenn die „grüne Lunge“ zur Müllhalde wird

Bei gutem Wetter ist der Freizeitpark der Obstbaugemeinde ein beliebter Treffpunkt. Leider hält sich nicht jeder Besucher an die Benimmregeln.

Das vergangene Wochenende war wettertechnisch nicht so ganz ideal, um die Grillsaison zu eröffnen. Zum Glück zeigte sich die Sonne aber bereits in den Tagen zuvor ausgiebig,und so haben viele das „Angrillen“ wohl schon erfolgreich hinter sich gebracht. Besonders der Freizeitpark ist für solche Sachen ein beliebter Treffpunkt. Doch leider halten sich nicht alle Besucher an die Benimmregeln. Das belegen die Bilder, die dieser Zeitung von einem Leser, der ungenannt bleiben möchte, zugeschickt wurden. Die „Botschaft“ auf den Fotos ist hingegen deutlich: Vielerorts sammelte sich auf den Wiesen im Park der Müll, darunter auch Pappgeschirr und Leergut.

Was den nicht entsorgten Unrat anbelangt, so lässt Franz Jirasek keine Ausreden gelten. „Es gibt wohl in keiner Kommune im Kreis so viele Abfallbehälter wie in Kriftel“, betont der Erste Beigeordnete. Geleert werden diese täglich. Das Argument, die Mülltonnen seien überfüllt gewesen, kann er daher nicht verstehen. Selbst wenn die nächstgelegene Tonne voll sei, so gäbe es genügend andere Optionen im näheren Umkreis. Leider scheint es für viele verlockender zu sein, den Abfall an Ort und Stelle liegen zu lassen, statt ein paar Schritte zu gehen. Ganz nach dem Motto: Irgendwer wird’s schon wegräumen.

„Generell freut es uns natürlich, dass der Freizeitpark so stark genutzt wird“, sagt Jirasek, „aber das kann nur klappen, wenn sich alle Nutzer an die Regeln halten“. Der Rathaus-Verantwortliche für Park- und Grünflächen innerhalb der Gemeinde betont, dass es etwa bestimmte Bereiche im Freizeitpark gebe, in denen das Grillen erlaubt ist. Diese den Nutzern zu kommunizieren, sei allerdings schwierig. „Ich scheue mich davor, alles strikt zu regulieren“, sagt Jirasek. Eingezäunte Grill-Areale hält er daher im Park nicht für die ideale Lösung. Möglich sei eine deutlichere Ausschilderung. „Doch beim Aufstellen von Schildern bleibt es ja nicht“, erklärt der Erste Beigeordnete weiter, „es muss dann auch kontrolliert werden“.

Aktuell berät man sich im Rat- und Bürgerhaus über die Problematik. In die Lösungsfindung möchte Jirasek auch andere Stellen miteinbeziehen, etwa die Polizei und die Jugendberatung. „Lärmbelästigung ist auch immer mal wieder ein Thema“, verrät er. Gerade im Sommer wird beispielsweise der Fußballplatz im Freizeitpark häufig und dann auch bis in die frühen Nachtstunden genutzt. Auf Jugendliche, die auch aus den Nachbarkommunen nach Kriftel kommen, möchte Jirasek zugehen und den Dialog suchen. Wie auch bezüglich der Hobby-Grillmeister appelliert er an die Eigenverantwortung der Jugendlichen. Der Freizeitpark ist für alle da. So soll es auch bleiben. Gewisse Regeln müsse aber jeder achten.

(rk)

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