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Tempo 30 Zone

Zu wenig Verkehr

Langenhain: Ein Viertel ist zu schnell unterwegs - trotzdem keine Tempo-30-Zone

In Langenhain gibt es einige Verkehrsprobleme. Der Magistrat sieht aber kaum Handlungsmöglichkeiten.

Langenhain - Zwar ist mehr als ein Viertel der Autofahrer am Langenhainer Ortsausgang auf der Usinger Straße zu schnell unterwegs - genau sind es 27,5 Prozent, und zwar 23,6 Prozent in Richtung Ortsmitte, und 31,3 Prozent in Richtung Lorsbach. Der Magistrat hält aber nichts davon, die Straße an diesem Bereich umzubauen, um die Autofahrer zum Abbremsen zu zwingen. Denn mit täglich etwa 1350 Autos in beiden Richtungen sei das Verkehrsaufkommen dort doch relativ gering.

Tempo 30 Zonen am Langenhainer Ortsausgang? Wohl eher nicht

Dies geht aus einer Mitteilung des Magistrats im Ortsbeirat Langenhain hervor. Die Verwaltung beruft sich dabei auf Messungen, die Ende November vorgenommen wurden. Der schnellste Autofahrer war während der Messungen, die sich über zehn Tage erstreckten, übrigens mit 118 Kilometern pro Stunde unterwegs. Der Magistrat möchte im Frühjahr eine Quermarkierung aufbringen lassen, um den Verkehr etwas abzubremsen. Ob dies etwas bringt, soll mit einer weiteren Messung festgestellt werden.

Zu weiteren Verringerungen der Höchstgeschwindigkeit auf den Durchgangsstraßen wird es wohl nicht kommen. Der Ortsbeirat hatte beantragt, dass im ganzen Ort Tempo 30 eingeführt werden soll. Der Magistrat weist darauf hin, dass dies auf Durchgangsstraße nur unter besonderen Bedingungen möglich ist - weil es bauliche Probleme gibt, die Verkehrssicherheit nachweisbar beeinträchtigt ist oder bestimmte Lärmgrenzwerte überschritten werden. Unter Berufung auf diese Kriterien gebe es bereits einige Tempo-30-Strecken, lässt der Magistrat wissen. Bei allen übrigen noch bestehenden Tempo-50-Strecken würden die Anforderungen für Tempo 30 nicht erfüllt.

Tempo 30 gibt es bereits an der Straßenkreuzung Gartenfeldstraße, Taunusblick und Am Kiefernhain. Auch dort wird nach Einschätzung des Ortsbeirates zu schnell gefahren, und der Magistrat hat zugesagt, die Autofahrer durch Piktogramme auf der Fahrbahn darauf noch zusätzlich hinzuweisen. Der Ortsbeirat hatte auch den Umbau der Bürgersteige vorgeschlagen. Der Magistrat hält dies zum Teil für sinnvoll, weist aber darauf hin, dass es bislang im Haushaltsplan keine Mittel dafür gibt.

Zusätzliches Geld für Langenhain wünscht sich der Ortsbeirat im nächsten Haushaltsplan für Gehwege, Garagenvorhöfe und andere Flächen, die sich in der sogenannten Siedlung im Eigentum der Stadt befinden. Gemeint ist das Quartier zwischen Katzenlückstraße und Eppsteiner Straße. Dort gibt es Schlaglöcher, lose Gehwegplatten, fehlende Markierungen und andere Mängel. Der Ortsbeirat hat auf Antrag der CDU einmütig beschlossen, dass die Stadt alle Schäden erfassen, einen Zeitplan für die Reparatur ausarbeiten und die notwendigen Gelder in den Haushaltsplan einstellen soll.bt

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