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Politisch gewollte Ausgrenzung der Linken Zu Müller-Kästners Wochenschau „Alles nicht so einfach“ (Kreisblatt, 14.

Zu Müller-Kästners Wochenschau „Alles nicht so einfach“ (Kreisblatt, 14. Mai):

Die „Vierte Gewalt“, die Presse, hat ein tiefes Verständnis für die parlamentarische „Demokratie“ und lehnte die nun seit über 10 Jahre andauernden Ausgrenzungsmaßnahme der herrschenden Parteien im Kreistag des Main-Taunus-Kreises ab.

Noch nicht einmal den nach der Hessischen Gemeinde- bzw. Landkreis-Ordnung möglichen Fraktionsstatus wollen die machtversessenen und pflichtvergessenen Parteien (Richard von Weizsäcker, CDU), allen voran die CDU, der Linken gewähren.

CDU-Frontmann Frank Blasch machte sich zur Speerspitze der Ablehnungsfront, unterstützt durch die FDP und den pharisäerhaften „Obergrünen“ Kündiger.

Blasch behauptete, die Vier-Personen-Grenze habe sich bewährt. Diese „Bewährung“ besteht lediglich darin, dass die Linken seit 2006 mit Ausnahme der letzten beiden Jahren, ohne wirksame Ausschuss-Mitarbeit, ohne Fraktionszimmer und ohne die übliche finanzielle Unterstützung ihre Arbeit im Kreistag geleistet haben und die nächsten 5 Jahre leisten sollen. Es gibt keine „Zersplitterung“ wie CDU-Blasch behauptet, sondern nur eine politisch gewollte dauerhafte Ausgrenzung ohne einen ernstzunehmenden Sinn. In diesen Kontext hat sich leider auch der von den Linken gewählte Kreistagsvorsitzende Wolfgang Männer (CDU) einbinden lassen.

Wolfgang Gerecht

Kriftel

Zu: „Tempo 30 – Anlieger skeptisch“ (Kreisblatt vom 11. Mai):

Ich als Anwohner der Zeilsheimer Straße befürworte das Tempo-Limit auf 30km/h und regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen. Schon die erwiesenen gesundheitlichen Vorteile von weniger Lärm und Abgasreduktion sind Grund genug, dafür zu sein. Leider ist man von Seiten der Stadt Hofheim nicht daran interessiert, etwas zu tun. Das erklärt auch, warum viele Anwohner die Hoffnung bereits

aufgegeben

haben.

Thomas Schröder

Hofheim

Zu: „Unzufrieden mit der Stadt“ (Kreisblatt, 3. Mai) das Schreiben eines Linken:

Tunnelblick bezeichnet die Unfähigkeit, Dinge außerhalb des eigenen Interesses wahrzunehmen. Dies scheint der Fall bei der BI-Sprecherin Simone Momm

aus Langenhain

. Da „droht“ die städtische Hofheimer Wohnungsbau (HWB) mit dem Bau einiger Sozialwohnungen und schon werden gewichtige „Argumente“ dagegen aufgefahren. Ein „Tunnelcharakter“ wird aus dem Hut gezaubert, was immer das auch ist. Hauptsache ein Argument gegen den Bau sozial gebundener Wohnungen. Aber es kommt noch schlimmer: Teilnehmer der Veranstaltung wollen die Ortserweiterung „torpedieren“. Sie wollen Blockadegrundstücke im Baugebiet aufkaufen, um den Kauf des Baugebietes als Ganzes zu behindern. Dass Begriffe aus der Kriegstechnik benutzt werden, sagt eigentlich schon alles.

Das alles vor dem Hintergrund, dass im Stadtgebiet Hofheim bis 2020, in gut drei Jahren, 1740 Wohnungen gebaut sein müssten.

Nicht anders in Flörsheim, Hattersheim, Hochheim: Warum fehlen bis 2020 in Flörsheim 900 Wohnungen? Jahrzehntelang haben die Kommunen sozialen Wohnungsbau „vergessen“ und jetzt fällt ihnen die Wohnungsnot auf die Füße. Und dann noch der Torpedo

aus Langenhain

. Es reicht.

Carlo Graf

Hattersheim

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