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Grüne Pöstchenjäger Zu „Schwarz will mit Grün und Gelb koalieren“ (Kreisblatt, 7.

Zu „Schwarz will mit Grün und Gelb koalieren“ (Kreisblatt, 7. Mai) schreibt ein Mitglied der Partei Die Linke:

Jetzt sind sie endgültig durchgeknallt, unsere Kreis-

Grüne

n: Als die größten Verlierer der Kommunalwahl (ein Drittel weniger Wähler im Main-Taunus-Kreis) wollen sie nun ebenfalls im hauptamtlichen Kreisausschuss vertreten sein.

Wie sind noch mal die Fakten? Der Main-Taunus-Kreis gehört zu den wenigen hessischen Landkreisen, die sich gleich drei Hauptamtliche leisten. Fast alle Kreise kommen mit zweien aus: dem Landrat und einem Ersten Kreisbeigeordneten als seinen Stellvertreter. Und von diesen wenigen Kreisen mit drei Hauptamtlichen hat der Main-Taunus-Kreis die allerwenigsten Einwohner. Und jetzt wollen die Kreis-

Grüne

n unseren Kreisausschuss auf vier Hauptamtliche aufblähen: Das wäre Rekord im Hessenland. Und während unser Landrat (richtigerweise) anregt, das ehrenamtliche Kreisparlament zu verkleinern (wie es schon viele Landkreise beschlossen haben), wollen unsere Kreis-

Grüne

n die hauptamtliche Kreisregierung um ein Drittel vergrößern. Sicher kein spezieller grüner Beitrag zur Konsolidierung der Kreisfinanzen. Eher ein Beispiel grüner

Pöstchenjäger

ei.

Bernd Hausmann

Hofheim

Zu „B 519: SPD fordert Tempo 30“ (Kreisblatt, 29. April)

Tempo 30 innerorts – eine Tür ist aufgestoßen und wohl kaum je wieder zu schließen. Welch eine Fixierung aufs Auto in früherer Zeit! Hofheim ist ein klassisches Beispiel. Mitten durch die gesamte Länge der Stadt führt die B 519. Frühere Planer hatten offenbar wenig Bedenken wegen des Lärms und der Gefahren für ihre Anwohner.

Seit Jahren gibt es hitzige Diskussionen zwischen Hofheim und und Kriftel. Die Nachbarn wollen die geplante B 519-Umgehung nicht auf ihrem Terrain dulden. Tempo 30 gilt nun anerkannt als Linderung gegen Lärm und Gefahren. Worauf warten also gestresste Politiker? Auch im MTK ist vermehrt Hoffnung auf mehr Tempo 30 in Sicht, da der Regionalverband und das Regierungspräsidium inzwischen ein Umdenken eingeleitet haben!

Maria Thüül

Kelkheim

Zu „Der Tierschutzverein lebt“ (Kreisblatt, 30. April)

Es ist schon sehr bedauerlich, wie hier der Tierschutzverein Hofheim von Frau Stang abgekanzelt wird. Seit fast 40 Jahren werden von ehrenamtlichen Helfern Tiere versorgt und aufgepäppelt. 365 Tage im Jahr, egal ob Wochenende oder Feiertag, die „Ehrenamtler“ sind immer zur Stelle und geben ihr Bestes. Vielleicht sollten die Menschen, welche so urteilen und solche Aussagen treffen, einfach mal einen Tag im TSV Hofheim verbringen. Somit wäre man dann in der Lage, die ehrenamtliche Arbeit der Helfer zu würdigen. Christina Dotzauer (per E-Mail)

Zu „Selbstkritische Kreis-Genossen“ (Kreisblatt, 25. April):

„Es war kein erfolgreiches Jahr“, so SPD-Main-Taunus-Chef Antenbrink. Der politische Beobachter müsste tatsächlich einige Jahrzehnte zurückblättern, um Jahre zu entdecken, in denen die SPD in sozialdemokratischem Sinne „erfolgreich“ war. Der Appell, „sich nicht entmutigen zu lassen“, erreichte die SPD-Mitglieder in der Tiefe eines politischen Abgrundes und mag sarkastische Reaktionen hervorrufen, denn es war ganz offensichtlich die Politik der eigenen Parteiführung, die zur Niederlage der SPD-Truppen führte.

Es war auch ganz konkret „die Politik“ der Sozialdemokraten und

Grüne

n, die den Menschen mit der Agenda 2010 Unsicherheit und berechtigte Angst vor der Zukunft gebracht hat. Den Durchschnittsverdienern wird die Rente bis in die Nähe der Sozialhilfe abgesenkt, während die Super-Reichen nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Geld („BMW-Tochter“ Susanne Klatten konnte es sich aktuell leisten, 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke zu spenden). Wer also hat die Sozialdemokraten daran gehindert, auf die Bedürfnisse und „berechtigten“ Sorgen der Bürger einzugehen?

Realistisch ist zumindest die zitierte Feststellung Antenbrinks: „Kreispolitik interessiert niemanden, sie ist bedeutungslos.“

Wolfgang Gerecht , Kriftel

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