Das ehemalige Flüchtlingsheim Alt Oberliederbach 10 will der Kreis verkaufen. Aktuell laufen Verhandlungen dazu.
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Das ehemalige Flüchtlingsheim Alt Oberliederbach 10 will der Kreis verkaufen. Aktuell laufen Verhandlungen dazu.

Ex-Flüchtlingsheim

Gespräche zum Verkauf laufen noch

  • Frank Weiner
    vonFrank Weiner
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SOZIALES Die Gemeinde Liederbach ist optimistisch

Liederbach -Viel ist aktuell nicht zu erfahren zu einem Großprojekt in der Gemeinde. Dem Main-Taunus-Kreis gehört die Immobilie Alt Oberliederbach 10, die früher mal ein Jugendwohnheim der ehemaligen Hoechst AG war. Doch nach einem Brand im Flachbau-Teil Anfang 2017 war die Flüchtlingsunterkunft dort Geschichte. Das Haus wurde damals sofort geräumt, die Menschen erhielten einen neue Bleibe entweder an der Frankfurter Straße in Kelkheim oder an der Höchster Straße in Liederbach.

Der Kreis strebte zunächst eine Sanierung an, doch es gab lange Diskussionen mit der Versicherung. Als dann alles in trockenen Tüchern war und die Arbeiten starten sollten, ergab sich eine neue Situation: Die in Frankfurt ansässige Cronstetten-Stiftung hat ein Auge auf das Grundstück direkt am Oberliederbacher Park.

Sie legte ein erstes Konzept vor, nach dem sie das Haus abreißen und ein neues Gebäude mit einem besonderen Konzept errichten will. Es sieht Wohnraum für behinderte Menschen vor, die dazu nötigen Sozialeinrichtungen und sogar Raum für Arbeitsplätze. Die Gemeindevertreter änderten dafür den Bebauungsplan, der Main-Taunus-Kreis signalisierte Bereitschaft zum Verkauf.

Doch seitdem ruht der See schon viele Monate still. "Der Verkauf wurde ausgeschrieben, wir stehen in Verhandlungen", teilt Kreishaus-Sprecher Johannes Latsch kurz mit. Um dann um Verständnis zu bitten: "Mit Rücksicht auf die laufenden Gespräche können wir noch keine Details nennen."

Auch Bürgermeisterin Eva Söllner weiß nicht viel mehr. Ihr letzter Stand sei, dass die Cronstetten-Stiftung in Gesprächen mit dem Kreis sei. Auch sie wolle mit dem interessierten Investor nach ihrem Urlaub jetzt wieder Kontakt aufnehmen. Sie geht davon aus, dass dieses Projekt so laufen kann. "Ich sehe das positiv und gehe davon aus, dass es funktioniert."

Sie räumt auch ein, dass die Sache einige Zeit dauert, "uns wäre schon recht gewesen, der Vorgang wäre schneller gegangen", sagt die Rathauschefin, will aber keinen Druck machen, denn: "Gut Ding will Weile haben."

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