Grünes Licht für den grünen Kreisel

Noch mal ein Vorstoß für den Europakreisel, doch die FWG fand keine Mehrheit.

Von Martina Weyand-Ong

Nach einigem Hin und Her ist jetzt die Planung für die Gestaltung des Kreisels Höchster Straße/Am Wehr vom ortsansässigen Garten- und Landschaftsarchitekturbüro „Grün und Stadtplanung“ mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Landes abgestimmt, für die der Bau-Ausschuss der Gemeindevertretung nun auch grünes Licht gegeben hat. Mit Nein gestimmt haben lediglich SPD und FWG, die lieber einen „Europakreisel“ realisiert hätten.

SPD-Vorschlag

Bis zuletzt hatte Bau-Ausschuss-Vorsitzender und SPD-Fraktionschef Julio Martinez de Una für seinen Gestaltungsvorschlag mit dem „Europakreisel“ mit den Wappen der Städtepartner gekämpft. Seines Erachtens hätten die Kosten für diese Lösung vollends mit der Spende von Coca Cola in Höhe von 40 000 Euro für die Gestaltung des neuen Verkehrskreisels abgedeckt werden können, mit der der Getränkehersteller ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Liederbach verknüpft hat. Doch das hatte sich schon in der letzten Sitzungsrunde als erfolglos erwiesen, weil einer Begrünung des Kreisels von der politischen Mehrheit der Vorrang gegeben wurde. FWG-Fraktionsvorsitzender Thomas Kandziorowsky hatte nichtsdestotrotz vor der aktuellen Ausschuss-Sitzung noch einmal versucht, mit Fotos eines Europakreisels aus der Hessentagsstadt Hofgeismar die Werbetrommel für die SPD-Idee zu rühren, was allerdings auch erfolglos war.

Fast 50 000 Euro

Nach wie vor halten sowohl die Sozialdemokraten als auch die Freien Wähler das Projekt immer noch für überteuert, das mit rund 25 000 Euro zu Buche schlägt. Obendrauf kommen noch einmal die Planungskosten in Höhe von 23 000 Euro, wobei in dieser Summe auch die Planung für das Straßenbegleitgrün in der Höchster Straße mitenthalten ist. Der FWG-Fraktionsvorsitzende kritisiert vor allem, dass für den Europakreisel in Hofgeismar kein teures Planungsbüro nötig gewesen sei, sondern vom dortigen Bauamt selbst übernommen worden sei.

Das wird nun aber auch nichts mehr daran ändern, dass der mittlerweile auf eine Höhe von 1,20 Meter aufgeschüttete Kreisel begrünt wird – allerdings ohne den ursprünglich geplanten Schriftzug „Coca Cola“, der als Werbung eingestuft nicht mehr von den übergeordneten Behörden geduldet wird. Am Kreisrand werden jetzt vielmehr zwei Eibenhecken angelegt, die auf eine Höhe von 60 bis 70 Zentimeter so geschnitten werden sollen, dass sie jeweils an den Buchstaben C erinnern. Rund um die eine Hecke in Richtung Liederbacher Ortsmitte wird eine Solitär-Gruppe mit Kupfer-Felsenbirnen, die auch Korinthenbäume genannt werden, mit einer Höhe von bis zu drei Metern inmitten einer Gräser-Fläche entstehen. Schließlich ist es erklärtes Ziel der Kreisel-Gestaltung, dass Autofahrer nicht mehr einfach darüber hinweg schauen können und deshalb das Tempo drosseln müssen. In der anderen Kreiselhälfte in Richtung Höchst sollen um die andere Hecke gemischte Stauden angepflanzt werden.

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