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Internationale Pläne

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Die neue Vorsitzende des Gremiums hat mit ihren Team viele Ideen. Nun geht es an die Umsetzung.

Seit Mitte Januar hat der Ausländerbeirat mit Ewa Hisztin-Kasper erstmals eine Frau als Vorsitzende. Und das setzt neue Akzente. So will Hisztin-Kasper am Internationalen Frauentag am 8. März erstmals für die Flüchtlingsfrauen im Übergangswohnheim in Alt-Oberliederbach einen Kaffeklatsch auf die Beine stellen. Kuchen und Getränke werden vom Ausländerbeirat gestellt in der Hoffnung, dass vielleicht auch von den Flüchtlingsfrauen noch süße Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern zum internationalen Büfett beigesteuert werden.

„Am Frauentag geht es darum, beim Kaffeetrinken erst einmal das Vertrauen der Flüchtlingsfrauen zu gewinnen“, erklärt die Vorsitzende. „Darauf freut sich auch schon die neue Sozialarbeiterin Christine Steffen, die zweimal in der Woche im Übergangswohnheim ist“, sagt Hisztin-Kasper. Sie versucht derzeit, den Verein „Frauen helfen Frauen“ aus Hofheim für die Veranstaltung mit den Flüchtlingsfrauen zu gewinnen, für die auf einem einfachen Plakat mit einer Kaffeetasse, alle Sprachbarrieren umgehend, eingeladen werden soll.

Ganz generell will sich der Ausländerbeirat im Übergangswohnheim mehr einbringen als in der Vergangenheit. Dazu soll die Kooperation mit dem Caritas-Projekt „Integration und Ehrenamt“ verstärkt werden, das schon lange in der Flüchtlingsarbeit in Liederbach engagiert ist. Geplant ist ein Spielenachmittag für die jungen Flüchtlinge am Internationalen Kindertag (4. Juni). Mit Vorträgen und Infoveranstaltungen zum Thema Bewerbung will der Ausländerbeirat auch Erwachsenen Angebote machen, was nicht zuletzt durch den geplanten Facebook-Auftritt noch besser kommuniziert werden soll. Hisztin-Kasper nimmt derzeit am von Kreis und Gemeinde angebotenen Kurs teil, mit dem sich Ehrenamtliche zum Integrationslotsen ausbilden lassen. Sie sollen dann als direkte Ansprechpartner anerkannte Flüchtlinge etwa zum Arzt oder bei Behördenbesuchen begleiten.

Die neue Ausländerbeiratsvorsitzende will generell ein Netzwerk aufbauen, in dem möglichst viele aktiv sind. Dazu will sie auch ihre guten Kontakte zum Freundeskreis Europäische Städtepartnerschaften nutzen, in dem sie sich seit vier Jahren insbesondere beim Deutsch-Polnischen Stammtisch engagiert. Als gebürtige Polin hat sie den Ausländerbeirat außerdem dafür sensibilisiert, dass er das Projekt „Polnisch in Hessen“ unterstützt, das sich für herkunftssprachlichen Unterricht an den Schulen stark macht.

Natürlich will sich der Ausländerbeirat auch wieder beim Straßenfest einbringen, das stets von Mitglied Lisa Leismann moderiert wird. Hisztin-Kasper ist als Neuling froh über die Unterstützung insbesondere von ihrem Stellvertreter Johann Haider und eben Lisa Leismann, die dem politischen Gremium schon lange angehören.

(wom)

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