Hat ein sehr gutes Abitur gemacht und im Online-Auswahlgespräch mit dem Geschäftsführer der Stiftung brilliert: Der Liederbacher Jura-Student Fabian Schuster ist einer von 16 jungen Begabten, die die Stiftung DEY in diesem Jahr als Stipendiaten aufgenommen hat. foto: Fuchs
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Hat ein sehr gutes Abitur gemacht und im Online-Auswahlgespräch mit dem Geschäftsführer der Stiftung brilliert: Der Liederbacher Jura-Student Fabian Schuster ist einer von 16 jungen Begabten, die die Stiftung DEY in diesem Jahr als Stipendiaten aufgenommen hat.

Liederbacher Student bekommt Stipendium

Liederbach: Auswahlgespräch im Jugendzimmer

  • vonEsther Fuchs
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Fabian Schuster ist einer von 16 Begabten, die von der kirchlichen DEY-Stiftung gefördert werden. Vorher musste er sich einem anspruchsvollen Auswahlverfahren stellen, bei dem wegen Corona vieles anders war.

VON ESTHER FUCHS

Liederbach -Fabian Schuster ist guter Dinge. Der junge Mann, in dunkler Jeans und blauer Daunenjacke, hat trotz der ernsten Zeiten Grund zur Freude. Anfang des Monats hat Schuster, der mit seinen Eltern, einem jüngeren und einem älteren Bruder in Liederbach aufgewachsen ist, gute Nachrichten aus Limburg bekommen.

Der ehemalige Schüler der Königsteiner Bischof-Neumann-Schule darf sich über finanziellen und ideellen Rückenwind auf dem weiteren Bildungsweg freuen. Fabian gehört zu einem der insgesamt 16 Stipendiaten der Stiftung DEY. Die kirchliche Stiftung mit Sitz in Limburg widmet sich der Begabtenförderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Bistum hat Schuster 2021 als förderwürdigen Studenten ausgewählt.

Fabian hat ein sehr gutes Abitur im vergangenen Jahr gemacht - trotz der widrigen Umstände, die die Pandemie mit sich brachte. "Mein Tutor Herr Schmidt hat uns im Unterricht von der Fördermöglichkeit berichtet, und ich dachte mir, da könnte ich mich doch mal bewerben", erinnert er sich im Gespräch mit dieser Zeitung.

Gedacht, getan. Doch der Bewerbungsprozess fiel, genauso wie das Abitur, mitten in die Pandemie - mit neuen Auflagen, Regeln und unerwarteten Vorkommnissen.

Doch Herausforderungen seien dazu da, um sich ihnen zu stellen, so das Credo des jungen Liederbachers. Normalerweise finden die Auswahlgespräche im Bistum vor Ort statt. Dieses Mal besuchte Martin Ramb, Geschäftsführer der Stiftung, die Bewerber per Videokonferenz in den heimischen vier Wänden.

Er überzeugte

im Gespräch

Auch in Schusters Jugendzimmer schaltete sich Geschäftsführer Rambs. Am Computerbildschirm plauderte er mit ihm über seine Hobbys und über die künftigen Bildungsziele. "Ich habe erzählt, dass ich Jura studieren möchte und auch ab und an gerne mal Klavier spiele. Mein musikalisches Hobby gefiel ihm, glaube ich, besonders gut", so Fabian.

Die DEY-Stiftung fördert Schüler und Studenten, die vielfältige Talente haben. Die Stipendiaten sind in diesem Jahr zum größten Teil junge Studierende der verschiedensten Fachrichtungen, wie etwa Medizin, Wirtschaftsingenieurwesen, Kommunikationsdesign, Jura, Theologie und Lehramt. Auch zwei Schüler des Musikgymnasiums in Montabaur sind unter den Geförderten.

Seine musikalische Ader lebe er jedoch lieber im Privaten aus, sagt Fabian schmunzelnd. Die Förderung der Stiftung bezieht sich bei ihm auf das Studium. Fabian ist im dritten Semester an der Universität Mannheim eingeschrieben. Die ersten Prüfungen hat er bereits erfolgreich gemeistert. Auch für die Zukunft nach dem Studium hat er schon einen genauen Plan: Schuster möchte Unternehmensjurist werden. Deshalb hat er sich in Mannheim in einen Kombinationsstudiengang aus Betriebswirtschaftslehre und Jura eingeschrieben. "Der Plan ist, dass man nach sechs Semestern den Bachelor of Law macht und dann noch vier Semester ein Aufbaustudium dranhängt, bevor man das erste und später das zweite Staatsexamen absolviert", erklärt der Student.

Finanzielle Zuschüsse für Bücher

Dass er zu den diesjährigen DEY-Stipendiaten gehört, ist für ihn eine große Hilfe. Doch neben finanziellen Zuschüssen für Bücher und Lehrmaterialien legt die Stiftung auch wert auf die ideelle Förderung der Stipendiaten. "Ich hoffe, dass wir uns alle demnächst mal persönlich kennenlernen können", sagt der angehende Jurist mit Blick auf die kommenden Monate. Schon bald möchte die Stiftung in Görlitz eine Sommerakademie anbieten, die die Stipendiaten zusammenbringen soll. Geplant ist außerdem ein Jahrestreffen, das sich dem Thema nachhaltige Ernährung widmen wird. Dort auch ein gemeinsames "Slow Food"-Kochevent soll stattfinden.

Seine berufliche Zukunft sieht der Stipendiat übrigens im Rhein-Main-Gebiet. Es könnte gut sein, dass er dann in ein paar Jahren als Anwalt "von Liederbach aus zum Job nach Frankfurt" fährt, meint er. Denn die Heimat im Taunus und seine Familie lägen ihm am Herzen, betont der 21-Jährige.

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