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Xandra Dobhan aus Liederbach ist aktive Collie-Züchterin und hat hier vier süße Welpen auf dem Arm.

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In Liederbach gibt's die süßesten Collie-Welpen

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Während der Zuchtschau in Bad Soden musste die Mitinitiatorin ständig nach Liederbach pendeln. Denn dort kamen fünf Collie-Welpen zeitgleich zur Welt.

„Seit Kindertagen wünschte ich mir einen Collie, denn ich bin mit der legendären Fernsehhündin Lassie aufgewachsen, und das prägt“, erzählt Xandra Dobhan. Jedoch erst 2008 – da war Xandra Dobhan längst mit ihrem Mann Stefan verheiratet und dreifache Mutter – kam mit „Gill“ die erste reinrassige Colliehündin ins Haus der Familie in Liederbach. „Dann verlief alles ganz rasant, denn seit 2010 züchte ich selbst Collies“, sagt sie. Die ganze Familie ist von der Leidenschaft für Collies infiziert. „Vom Tor zum Taunus“ ist der Name ihrer Zuchtstätte – angelehnt an die Lage ihres Wohnortes.

Xandra Dobhan und ihrer guten Vernetzung ist es zu verdanken, dass die Zuchtschau der Landesgruppe Hessen im Deutschen Collie-Club nun zum dritten Mal im Main-Taunus-Kreis durchgeführt wurde – erneut in Bad Soden und erstmals an zwei Tagen. Rund 100 „Lassies“ versammelten sich mit ihren Besitzern/Züchtern im Altenhainer Tal auf dem Gelände des Sodener Schäferhundevereins. „Es ist toll, dass wir dieses optimale Gelände dafür nutzen können“, findet Bärbel Kraft, Vorsitzende der Landesgruppe. Aber wie es der Teufel so will, liegt eine von Xandra Dobhans Hündinnen just während der Veranstaltung in den Wehen. So düsen sie und ihr Mann wechselweise zwischen Bad Soden und Liederbach hin und her, um ihrer „Sunny“ beizustehen. Es ist alles gutgegangen: Inzwischen sind fünf neue Collie-Welpen auf der Welt.

Die Rufnamen der Zucht-Collies sind oft kurz und knackig, die vollständigen Namen lang und phantasievoll. Xandra Dobhans zweijährige Hündin „Hope und Harmony vom Tor zum Taunus“ ahnt nichts von den Dramen zu Hause und ist in Bad Soden mit dabei. Teilnehmer der Zuchtschau aus dem Main-Taunus- und Hochtaunuskreis sind eher rar gesät. Viele kommen von weiter her. Melanie Hofmann aus Schneidhain und Jessica Rose aus Oberursel treten mit Tieren aus der Zucht von Xandra Dobhan, an. Ihr Rüde „Symon Ghost Whisperer“ sei deutscher Champion, berichtet Melanie Hofmann stolz. Auch sie hat inzwischen selbst das Züchter-Fieber gepackt.

Bei der Hessen- und Club-Sieger-Ausstellung in Bad Soden ermittelten auch Preisrichter aus Großbritannien die besten Hunde. Aber was macht den Collie nun so faszinierend? „Der Collie ist anmutig und elegant. Er ist freundlich und ausgeglichen. Er ist sensibel und gelehrig“, sagen Dobhan, Hofmann und Rose. „Er ist der ideale Familienhund mit viel Geduld für Kinder und andere Tiere“, sagen alle drei. Es handelt sich um Hütehunde mit Wurzeln in Schottland. „Der Collie hütet und beschützt seine Menschen, da kann man sich ganz sicher sein“, sagt Dobhan.

Am weitesten angereist ist wohl mit Sicherheit die Russin Olga Buldakova mit ihrem Collie „Roschell Vivat Monsolana“. Vor seinem Auftritt vor den Preisrichtern wird er richtig gestylt – Kämmen und Haarspray inbegriffen. In seiner ganzen Pracht soll er erscheinen.

„Es gibt einen festgelegten Standard, was einen reinrassigen Collie ausmacht“, sagt Dobhan. Beurteilt werden viele Kriterien nach Altersklassen und Geschlecht: Erscheinungsbild, Charakter und Verhalten sowie Details des Körperbaus. Da gibt es Feinheiten. „Zum Beispiel dürfen die Ohren eines Collies nur ein Drittel gekippt sein“, so die Fachleute. Ein schmaler Kopf mit mandelförmigen Augen und ein wohlproportionierter Körper mit mehrfarbigem Fell machen den klassischen Collie unverwechselbar. „Der Collie hat innere und äußere Schönheit“, sagen seine Liebhaber. „Die Begegnungen mit anderen Besitzern und Züchtern machen Collie-Ausstellungen wie diese so wertvoll. Man versteht sich und tauscht sich aus. Und der Wettbewerb macht Spaß“, finden Melanie Hofmann und Jessica Rose.

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