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Oh Tannenbaum: Philip Landgrebe mit der diesmal eher schlicht gehaltenen Weihnachtskarte.

Philip Landgrebe hat die neue Weihnachtskarte der Gemeinde gestaltet

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Er ist der Enkel des bekannten Künstlers und Sammlers Rolf Anthes. Der Opa habe ihn schon animiert, seinen besonderen Weg geht Philip Landgrebe aber zielstrebig ganz allein.

Bei der Gestaltung der Weihnachtskarte geht es unter den Künstlern der Gemeinde ausgesprochen fair zu. Nach dem Alphabet ist der Reihe nach ein kreativer Kopf aus dem Ort dran. Nun waren sie also beim „L“ – und so nahm sich Philip Landgrebe dieser Aufgabe an. Der 23-Jährige gehört der Liederbacher Künstlergruppe seit einigen Jahren an, hat als Schüler schon erste Werke eingebracht. Bei den familiären Banden ist das kein Wunder: Er ist der Enkel des bekannten Liederbacher Künstlers und Kunstsammlers Rolf Anthes.

Gestaltungs-Hochschule

Natürlich habe ihn der Opa hier etwas beeinflusst, aber letztlich sei der Weg zur Kunst seine „aktive Entscheidung“ gewesen. Der junge Liederbacher studiert an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Später könnte er sich einmal vorstellen, Dinge im öffentlichen Raum zu designen – ist aber grundsätzlich in viele Richtungen offen.

Das gilt auch aktuell für seine Kunst. Hier geht er vielfältig zu Werke, was bei der Ausstellung „Heimspiel“ im Rathaus zu sehen ist. Dort zeigt er unter dem Titel „Ghosted“ mehrere Collegen – mal sind es Fische, mal Chamäleons, mal eine Schlange, die sich über einem Hintergrund abheben. Landgrebes Weihnachtskarte hingegen ist zwar auch am Computer entstanden, sie hebt bei dem Thema aber das Schlichte hervor. Der Tannenbaum auf der weißen Karte hat wenig Schnörkel und Glanz – und passt durchaus zu den eher ruhigen und besinnlichen Tagen. „Ich sehe das auch nicht als Kunst, sondern eher als Produkt“, sagt der junge Mann. Daher habe er sich für eine „minimalistische, zurückhaltende“ Variante entschieden. „Ich mag schon unterschiedliche Akzente und will mich nicht einschränken, was ich mache“, sagt Landgrebe. Er suche nach dem, „was einen gewissen Kniff hat“.

Für 2,50 Euro im Rathaus

Die Liederbacher Weihnachtskarte gibt es schon seit einigen Jahren. Sie kostet 2,50 Euro und ist im Rathaus am Villebon-Platz während der Öffnungszeiten zu bekommen. Es gibt aber auch noch Karten aus den Jahren zuvor von den Liederbacher Künstlern Ursula Herbert, Jörg Koltermann, Johanna Otto, Marlies Pufahl, Rolf Anthes, Senta Fischer, Hans Henrich, Udo Herminghaus. Die ansprechend gestalteten Karten können auch gesammelt werden. Denn auch nächstes Jahr wird die Edition fortgesetzt. Die heimischen Künstler wechseln sich mit der Gestaltung ab.

(wein)

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