Sodener sind die Besten

14 Feuerwehren hatten sich für den Bezirksentscheid qualifiziert. Bei dem Leistungstest wurde die Theorie abgefragt, dann kam die Praxis dran.

Am Samstagvormittag konnte die kleine Gemeinde erneut ganz groß punkten. Denn Liederbach war erstmalig Austragungsort des Bezirksentscheids der Hessischen Feuerwehrleistungsübungen des Regierungspräsidiums Darmstadt, für den sich 14 Feuerwehren qualifiziert hatten. Dass mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Soden dann auch noch eine Wehr aus dem Main-Taunus-Kreis gewonnen hat, für den der Bezirksentscheid ebenso wie für Liederbach eine Premiere war, hat die ganze Sache noch abgerundet.

„Wir haben hier einen goldenen Platz erwischt“, sagte Übungsleiter Clemens Englmeier vom Dezernat Öffentliche Sicherheit und Ordnung des Regierungspräsidiums Darmstadt. Denn dadurch, dass der große Besucher-Parkplatz an der Liederbachhalle gepflastert sei, hätten alle Mannschaften die gleichen Wettkampfbedingungen. Selbst im Falle eins Gewitterschauers gebe es hier keine Schlammschlacht, erklärte der Brandschutz-Experte. Deshalb war Englmeier froh, dass die Liederbacher Wehr bei der Suche des Regierungspräsidiums nach einer geeigneten Fläche für den Bezirksentscheid den Parkplatz vorgeschlagen hatte.

„Im Main-Taunus-Kreis, der in diesem Jahr dran ist als Austragungsort, gibt es schlichtweg nicht so viele Alternativen“, weiß auch Dr. Ulrich Dietmann, Sprecher der Liederbacher Wehr, die die Kameraden aus dem Regierungsbezirk auch mit Grillwürsten und Getränken versorgte.

Bei der Leistungsübung am Samstag wurde ähnlich wie bei einer Führerscheinprüfung im Ankreuztest-Verfahren zunächst im theoretischen Teil am frühen Morgen Feuerwissen querbeet abgefragt – angefangen vom korrekten Umgang mit gefährlichen Gütern über den eigentlichen Brandschutz bis zur technischen Hilfe und der Ersten Hilfe. Der Fragenkatalog hatte dabei einen noch höheren Schwierigkeitsgrad als bei den Kreisentscheiden.

Danach mussten die Mannschaften auf dem Parkplatz der Liederbachhalle den praktischen Teil meistern, der es auch in sich hatte. Bei dem Szenario galt es zunächst, einen Verletzten aus einer brennenden Wohnung zu retten, wobei die Türöffnung die erste Aufgabe war. Die verletzte Person wurde dann mit dem roten Rettungstuch aus der Wohnung geschleppt. Danach mussten sich die Brandschützer auch noch an einem Balkongerüst beweisen, an das eine Leiter gestellt wurde, um den „Flammen“ auch von außen zu Leibe zu rücken. Die komplette Übung musste in maximal 8,5 Minuten von den Mannschaften gemeistert werden.

Die Feuerwehr aus Bad Soden bekam dabei die besten Beurteilungen. Zusammen mit den sechs anderen Siegern haben sich die Sodener Brandschützer damit für den Landesentscheid qualifiziert, der am 13. September in Lorsch an der Bergstraße stattfindet.

Platzieren konnten sich nach Bad Soden auch noch die Wehren aus Birstein-Unterreichenbach und Freigericht-Somborn aus dem Main-Kinzig-Kreis, Beerfelden aus dem Odenwaldkreis, Rimbach aus dem Kreis Bergstraße und auch Idstein aus dem Rheingau-Taunus-Kreis.

(wom)

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