Jugendarbeit in Liederbach

Sozialarbeiter stellt Jugendarbeit vor: Kulturbasar, Theaterstück und Rollenspiele geplant

Seit Mitte Juni ist Andreas Schulze Sozialarbeiter der Stadt Kelkheim und der Gemeinde Liederbach. Die ersten Monate nutzte er zum Kennenlernen der Jugendlichen. Mit neuen Ideen ist er nun am Start.

Mit frischem Wind und guten Ideen übernahm im Juni Andreas Schulze seine Stelle bei der Mobilen Jugendarbeit Kelkheim und Liederbach. Nicht nur von Berufswegen weiß Schulze mit Jugendlichen umzugehen. Optisch jung geblieben und mit sympathischem Wesen überzeugte er jetzt im Sozialausschuss. Die regelmäßigen Treffen dienen dem Austausch der Teilnehmer. Ein Tagesordnungspunkt ist auch die Jugendarbeit.

Unter den Teilnehmern ist Samir Mesbah vom Jugendtreff der Gemeinde. Er lobt: „Andreas ist wirklich aktiv und hat gute Ideen. Er geht auf die Jugendlichen zu und macht viel.“ Die ersten Monate mischte sich Schulze unter Liederbachs Jugend. „Ich wollte alle kennenlernen und sehen, was so los ist.“ In der aufsuchenden Jugendarbeit, also während seiner Touren zu Treffpunkten, stellt er sich vor und nutzt die Gesprächsbereitschaft der Jugendlichen. Im Jugendtreff schaut er vorbei, um „Beziehungen herzustellen und Verbindungen zu vertiefen. Schulze stellte fest: „Es gibt nicht so viel Angebot für Jugendliche ab 16 Jahren.“

Mit Sozialreferent Walter Löhr, Samir Mesbah und Anderen entstand die Idee, „ein ,Chill und Grill‘ für diese Altersgruppe anzubieten.“ Die Premiere ist am heutigen Dienstag, 23. Oktober, ab 18.30 Uhr vor dem Jugendtreff Liederbach. „Wir werden grillen und das Spiel Bayern gegen Athen schauen“, so Schulze. Er rechnet mit rund 25 Jugendlichen. „,Chill und Grill‘ soll künftig eine feste Institution werden und alle vier Wochen stattfinden“, erklärt Schulze.

Im Weiteren findet Anfang November eine Haushaltsklausurtagung statt, die unter anderem den Skaterpark auf der Agenda hat. Eine Begehung der Anlage unter Anwesenheit von Jugendlichen fand bereits statt. Es wird geprüft, was auf dem Areal durchsetzbar und sinnvoll ist.

Die Break-Dance-Gruppe, die sich immer montags von 17.30 bis 20 Uhr im Jugendtreff, Wachenheimer Straße 62, trifft, wird sehr gut angenommen und ist beliebt. „Wir hatten in Frankreich in unserer Partnerstadt Villebon einen Auftritt, aber auch auf dem Folklorefest in Sulzbach oder bei der TG Unterliederbach“, sagt Walter Löhr. Auch auf dem Hessentag sei die Breakdance-Gruppe präsent gewesen. „Wir möchten in 2019 an ein Projekt anknüpfen, das es schon einmal gab“, verrät Sozialreferent Löhr. Tanz und Theater sollen verknüpft, also ein Theaterstück musikalisch und tänzerisch von den Breakdancern begleitet werden.

Im Sinne der Präventionsarbeit plant die Gemeinde beim Tag der offenen Tür der Eichendorffschule, am 17. Mai 2019, einen

Alkoholprävention

sstand. Die Kontaktaufnahme zur Schulleitung findet in Kürze statt. Auch möchte sie Jugendliche und Senioren näher zusammenbringen. Pläne für einen Kulturbasar, wahrscheinlich in der Kulturscheune, gibt es. Die politischen Vertreter im Sozialausschuss finden die Idee gut. Die spontane Idee, mit Jugendlichen Rollenspiele zur Prävention von Trickbetrügereien gegenüber Senioren zu entwickeln, kommt ebenso an. Senioren sollen dabei sensibilisiert werden. Mesbah betonte noch, dass mit Schulze die Jugendarbeit wieder an Fahrt gewonnen habe. „Er wirft sich richtig ins Zeug. Ich hoffe, es bleibt so“, fasste er zusammen.

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