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Der Volleyball-Club Liederbach organisiert stets ein Event mit Kindern zum Jahresabschluss. Hier Tasmin (8), Beke (9), Melissa (10), Robin (3) auf dem Arm von Andrea Schlusen und Jule (6, von links).

VCL

Volleyball-Club bietet besondere Nachwuchsarbeit mit einem "Bonbon" zum Jahresfinale

Mit der Kinderaktion des Volleyball-Clubs Liederbach (VCL) hat sich der Verein schön ins Zeug gelegt: Höhepunkt ist natürlich das Airtrack, zum Hüpfen, Spielen und Toben. Eine große Feier für die Kleinsten des Vereins.

Ein Nachmittag, eine Horde Kinder und eine Frau, die alles im Griff hat: Andrea Schlusen. Die Liederbacherin ist Jugendtrainerin beim Volleyball Club und leitet seit fast zwei Jahrzehnten die stetig wachsenden Kindergruppen des Vereins. Allein dienstags turnen 30 bis 60 Kinder zu den Trainingszeiten in der Halle herum, lernen spielerisch den richtigen Umgang mit dem Sportgerät „Ball“ und erweitern ihre motorischen Fähigkeiten (siehe Text rechts). Bei der diesjährigen Weihnachtsaktion konnten dann die Kinder ihren Eltern zeigen, was sie bisher gelernt haben oder einfach mit ihren Freunden nach Lust und Laune die verschiedensten Sportgeräte querbeet ausprobieren. „Die Spiele sind das Schönste“, ruft die sechsjährige Jule aus und saust durch die Halle. Sie ist eines von rund 80 Kindern, die an diesem Tag zur „Weihnachtsfeier“ gekommen sind.

Dabei fing alles ganz klein an, mit nur ein paar Steppkes im Kindergarten „Kinderkiste“. Die Anfrage war aber bereits groß, die Warteliste lang. Dann ging alles ganz schnell: Kurze Nachfrage nach vakanten Hallenzeiten und schwupp, folgte der „Umzug“ in die Sporthalle. „Seitdem haben wir keine Wartelisten mehr“, erzählt Andrea Schlusen.

Und was sagen die Kinder dazu? „Es ist einfach schön, dabei zu sein“, sagt die achtjährige Tasmin und genießt sichtlich das gemeinsame Miteinander. Ihre zehn Jahre alte Gefährtin Melissa hingegen hat am meisten Spaß bei Turnieren, wenn die Mannschaft ihr ganzes Können unter Beweis stellen muss. Einen netten Nebeneffekt hat das Volleyball-Training schließlich noch: Im Schulsport komme ihr das Wurftraining besonders zugute, sagt Melissa.

Das gezielte Training fängt dabei schon bei den „Ballflöhen“ und „Ballmäusen“ an: „Im Volleyball braucht man seinen ganzen Körper“, erklärt Andrea Schlusen. Daher gehöre auch Turnen, Seitwärtslaufen oder Rennen dazu. „Keiner muss hier irgendwas können, bevor er zu uns kommt“, ergänzt der Trainer der Damenmannschaft, Sascha Karmann. Das einzige, was die Kinder mitbringen müssen, sei der eigene Einsatz, mitmachen zu wollen – eben einfach „ballgeil“ sein.

Die Größeren kommen nicht zu kurz: Schließlich unterstütze der Verein die Trainerausbildung in den eigenen Reihen. „Wir ziehen uns unseren Nachwuchs selbst heran“, sagt Andrea Schlusen, die ihr Engagement auch an ihre zwei Töchter weitergegeben hat: Isabell betreut die Jugendmannschaften an Spieltagen, Jasmin ist Co-Trainerin und Jugendsprecherin.

Sollte sich dann doch mal jemand aus den Vereinsreihen verabschieden, weiß Andrea Schlusen mittlerweile aus Erfahrung: „Im Großen und Ganzen kommen viele wieder zurück – wie ein Bumerang.“ Von Konkurrenz mit den anderen Vereinen im Ort, sei keine Rede, betont die Jugendtrainerin und lobt das harmonische Miteinander: „Keiner versucht, sich den Nachwuchs wegzuschnappen.“

VON LENA VAN DEN WYENBERGH

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