1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Liederbach

Zweiter Anlauf für Fitnessparcours

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die FWG macht sich für einen Senioren-Fitness-Parcours stark. Die Idee war in der Vortaunusgemeinde allerdings schon einmal an der Finanzierung gescheitert

Hofheim und unter anderem Kriftel haben im Main-Taunus-Kreis schon auf den demografischen Wandel reagiert, in dessen Zuge immer öfter Senioren-Fitness-Parcours realisiert werden. Dass die Liederbacher Rathaus-Chefin Eva Söllner (CDU) erst kürzlich beim Neujahrsempfang in der Liederbachhalle postuliert hatte, dass die kleine Gemeinde generationenfreundlich sein soll, griff jetzt FWG-Fraktionschef Thomas Kandziorowsky in der aktuellen Sitzung der Gemeindevertretung gleich auf. Denn seiner Meinung nach bleiben Senioren in Liederbach oft auf der Strecke, weshalb er im Parlament nun die Prüfung eines Senioren-Fitness-Parcours beantragte.

Gute Erfahrungen

„Im Zuge des demografischen Wandels gibt es immer mehr alte Menschen, deren Mobilität nachlässt, was zum Muskelabbau führt“, bewarb Kandziorowsky seine Idee. Ein solcher Parcours solle aber auch generationsübergreifend gestaltet werden. Erfahrungen in Eschborn und Schwalbach zeigten, dass diese Angebote gut angenommen werden, betonte der FWG-Fraktionsvorsitzende. „Denn auch mit einem solchen Parcours kann sich der Ort gut präsentieren“, sagte er.

CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Lehner erinnerte in dem Zusammenhang aber daran, dass ein solcher Senioren-Fitness-Parcours vor der vergangenen Kommunalwahl schon einmal fertig durchgeplant mit 15 000 Euro im Haushalt gestanden hatte, letztlich aber aus Kostengründen abgelehnt worden war. Deshalb drängte Lehner darauf, dass das Projekt nur über Sponsorengelder realisiert werden soll. Die FWG stimmte diesem Änderungsvorschlag zu.

Der Gemeindevorstand soll demnach jetzt prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen Fitness-Geräte für Senioren in der grünen Ortsmitte oder an anderen geeigneten Standorten in Liederbach angeschafft werden können und mit welchen Kosten dabei zu rechnen ist. Ziel des Ganzen ist es, für Senioren und für alle anderen Bürger einen kleinen Fitness-Parcours zur Erhaltung und zum Aufbau der Mobilität und Gesundheit anzubieten. Idealerweise sollte dabei nach Geräten geschaut werden, die wartungsarm und vor Vandalismus sicher sind.

Töpfe anzapfen

Außerdem soll geschaut werden, ob sich Sponsoren an der Finanzierung beteiligen, die dafür auf den Geräten kostenlos Werbung machen könnten. Ebenfalls soll der Gemeindevorstand abklopfen, ob es für eine solche Anschaffung von EU, Bund oder Land Fördertöpfe gibt, die angezapft werden könnten.

(wom)

Auch interessant

Kommentare