Grüne Mitte

Die Liederbacher sind mit ihrem Spiele-Paradies zufrieden

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Nicht nur der Nachwuchs kann sich nach Herzenslust auf dem Spielplatz in der „Grünen Mitte“ austoben. Auch für die Erwachsenen gibt es dort Fitnessmöglichkeiten.

Der neue Spielplatz in der „Grünen Mitte“ wurde nach einigen Verzögerungen nach den Sommerferien endlich eingeweiht. So konnten die Familien noch einige schöne Wochen genießen, bevor es jetzt langsam ungemütlich wird. Auch Bürgermeisterin Eva Söllner und die Planerin Hildegunde Henrich freuen sich über positive Rückmeldungen, die Liederbacher seien mit ihrem neuen Spiele-Paradies sehr zufrieden, sagen beide.

Auch die Erwachsenen können sich freuen: Denn die sechs Fitnessgeräte für jedermann auf dem Weg an den Tennisplätzen sind inzwischen installiert und können genutzt werden. Henrich hat sich hier vorab den Rat von Sport- und Gesundheitsexperten eingeholt, so dass nun „für alle Körperpartien und für Jung und Alt etwas dabei ist“. Zudem wurde vor wenigen Tagen noch ein massiver Felsentisch im neuen „grünen Klassenzimmer“ aufgestellt – damit ist die Anlage nun komplett. Bis auf wenige kleine Pflanzungen, die Henrich noch in Auftrag geben wird.

Eine neue Regelung hat die Kommune für Fahrten ans Gelände des Tennisclubs eingeführt. Denn der Weg führt direkt am Spielplatz entlang – es könnte zu Konflikten zwischen spielenden Kindern und Fahrzeugen kommen. Deshalb seien die Touren zur Anlage, wie Lieferungen, Firmenfahrten für Wartungen oder Reparaturen, „auf ein Minimum zu beschränken“ – am besten in den Randzeiten und im Schritttempo, betont Eva Söllner.

Das wiederum hat den Tennisclub nicht sehr gefreut, der ja schon immer mal wieder die Anlage anfahren muss. Dessen Vorsitzender Werner Mieschke berichtet von einem ersten Schreiben der Gemeinde, wonach Fahrten zwischen 9 und 19 Uhr untersagt wurden. Das habe für Unmut im Verein gesorgt. Wenn Getränke oder Gas geliefert werden, der Trainer seine Utensilien zum Platz fahren muss – dann könne der Verein das nicht in den Randzeiten machen. Daher entscheide nun der Verein verantwortungsvoll, wann welche Tour notwendig ist. Es sei früher schon gemacht und dabei auf spielende Kinder geachtet worden, so Mieschke.

„Wir wollen es den Leuten nicht schwerer machen, als es notwendig ist“, sagt inzwischen auch Bürgermeisterin Eva Söllner. Wenn zum Beispiel die Senioren vom Awo-Heim zu einem Kaffeenachmittag ins Clubhaus geholt werden, dann sei das unter Vorsicht natürlich weiterhin möglich. Söllner: „Eine gewisse Beschränkung sollte aber schon sein.“ Wie Hildegunde Henrich noch ergänzt, sei dem TÜV das Problem bei der Kontrolle aufgefallen. Der Abschnitt sei eigentlich auch kein Fahrweg, wurde im Rahmen der Arbeiten aber wieder etwas stabiler angelegt.

Unterdessen ist es nach einigem Ärger im Sommer mit Müll und Vandalismus auf dem Spielplatz nun mit der kalten Jahreszeit ruhiger geworden. Deshalb ist für die Bürgermeisterin eine vorgeschlagene Überwachung der Anlage per Kamera nicht das dringlichste Thema. Allerdings will die Gemeinde beim „Kompass“-Sicherheitsprogramm des Landes mitmachen. „Vielleicht ist ja im Rahmen dessen etwas möglich“, sagt Eva Söllner und möchte das lange Kapitel rund um den Spielplatz in der „Grünen Mitte“ nun abschließen.

(wein)

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