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Main-Taunus: Elektroautos führen noch ein Nischendasein

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Zahl der Fahrzeuge steigt weiter: Im MTK kommen 754 Pkw auf 1000 Einwohner

Main-Taunus. Wolfsburg hat sich "Die Autostadt" als Prädikat gewählt und ist auch eine: 1021 Pkws kommen hier auf 1000 Einwohner. Etwas weniger als 2021 mit 1111, aber immer noch weit vor allen anderen. Der Main-Taunus-Kreis kommt nach der Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes auf 754 Pkws auf 1000 Einwohner. Das ist in einer Bundesliga der Pkw-Dichte Platz 3 von 399 bundesweit ausgewerteten Stadt- und Landkreisen und Stadtstaaten.

Werden die BEVs, die batterieelektrischen Vehikel (volkstümlich E-Autos) pro Kopf als Maßstab genommen, hat wieder Wolfsburg mit 57 pro 1000 Köpfe die meisten. Bei uns kommen 9 BEV auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das ist in einer Bundesliga der lupenreinen Elektromobile (ohne Plugins und andere Hybride) Platz 90.

Zahl der Benziner steigt weiterhin

Der Pkw-Bestand im Main-Taunus-Kreis wächst derzeit im aktuellen Jahresvergleich gemessen an der Einwohnerzahl: 734 Pkws pro 1000 Einwohner waren es vor einem Jahr. 754 Pkws pro 1000 Einwohner sind es aktuell. Das ist in der Bestandsanalyse für 2022 nachzulesen, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt veröffentlicht hat. In absoluten Zahlen betrug der Pkw-Bestand im Main-Taunus-Kreis zum Jahresanfang 2022 exakt 180 465 Fahrzeuge. Macht einen Zuwachs von 5318 Pkws oder 3,04 Prozent. Das ist nicht die Welt, aber immerhin stabile Verhältnisse für Menschen, die vom Auto leben.

Diesel, Benziner, Gas, Elektro (inklusive Hybride). Das ist die Auswahl, nach der das KBA den Pkw-Bestand derzeit unterteilt. Die Verbrenner führen, Elektroautos führen noch ein Nischendasein und Lastenräder oder E-Bikes können dem Auto den Platz als Mobilitätsmittel Nummer 1 nicht streitig machen, wie die Zahlen zeigen. Die Entwicklung von 2021 bis 2022 sieht so aus: Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Benziner im Main-Taunus-Kreis von 113 552 auf 114 829 Pkws gestiegen. Das Plus von 1277 Fahrzeugen in dieser Gruppe entspricht einer Zunahme von 1,12 Prozent. Bei den Dieseln ist die Zahl von 52 918 auf 50 178 Pkws geschrumpft. Das Minus von 2740 Diesel-Pkws entspricht einer Abnahme von 5,18 Prozent. Zu den 2123 Elektroautos (Vorjahr: 1012 / Zuwachs plus 109,8 Prozent) kamen noch 12 473 Hybride, die den Vorteil haben, dass sie nicht stromlos liegenbleiben können. Vor einem Jahr waren es noch 6764 gewesen. Prozentual liegt der Zuwachs bei 84,4 Prozent.

Damit sind im Main-Taunus-Kreis 63,63 Prozent der Pkws Benziner, 27,80 Prozent haben einen Dieselmotor und nur der Rest von rund 8,57 Prozent ist mit anderen Motorarten oder Treibstoffen unterwegs. Gasautos sind ein Nischenprodukt. Obwohl die 836 Gasautos (Vorjahr: 873) vor allem in der Erdgasvariante durchaus Schadstoffvorteile haben.

Der Autobestand wird durch die laufende Erneuerung immer schadstoffärmer, selbst wenn der eine oder andere Oldtimer unterwegs ist, das belegen die Zahlen auch. Binnen eines Jahres sind im MTK beispielsweise 128 Pkws der alten Euro-1- Norm und weitere 815 der Euro-2- Norm sowie 927 der Euro-3-Norm aus dem Verkehr gezogen worden. Macht zusammen 1870 Fahrzeuge dieser Schadstoffklassen weniger.

Die Zahl der Pkws mit Euro-4-Motoren hat sich um 2590 auf 29 840 verringert. Die Zahl der Pkws mit Euro-5-Motoren hat sich um 1979 auf 34 132 verringert. Die darin enthaltenen Pkws mit Euro-5-Diesel-Motoren gingen um 906 auf 12 298 zurück. Pkws mit Euro-6-Motoren hat das KBA bei der Analyse 96 278 gezählt (Vorjahr: 85 790). Darin sind 29 743 Euro-6-Diesel enthalten (Vorjahr: 30 687). Der Gesamt-Pkw-Bestand wuchs um 5318 Pkws, das heißt, alle verschwundenen Altfahrzeuge wurden durch Neu- oder modernere Gebrauchtfahrzeuge ersetzt.

Umwelthilfe fordert höhere Parkgebühren

Die Autos müssen natürlich auch parken, und das ist die neueste Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird. Oder besser durch die Stadt. Denn das Anwohnerparken soll kosten, und wo es kostet, soll es teurer werden, wünscht sich die Deutsche Umwelthilfe. Letztes Jahr um diese Zeit war die Debatte um die Nahverkehrsabgabe angesagt. Die sollten die Autofahrenden löhnen. In Zeiten, wo über Entlastungen bei den Spritpreisen nachgedacht wird, ist diese Idee in den Denk-Schubladen verschwunden. Vorerst. Teja Banzhaf

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