Die Bundestagabgeordnete Bettina Stark-Watzinger und der alte und neue Chef der Main-Taunus-FDP, Johannes Baron.
+
Die Bundestagabgeordnete Bettina Stark-Watzinger und der alte und neue Chef der Main-Taunus-FDP, Johannes Baron.

Politik

Main-Taunus: 95 Prozent für Bettina Stark-Watzinger

  • vonBarbara Schmidt
    schließen

Die FDP kürt die Bad Sodenerin erneut zur Bundestagskandidatin im Wahlkreis Main-Taunus.

Main-Taunus. "Ein Spitzenwert für die Spitzenkandidatin", so kommentierte Kreisvorsitzender Johannes Baron das Ergebnis, mit dem die FDP die Bad Sodenerin Bettina Stark-Watzinger erneut als Direktkandidatin für die Wahl zum Deutschen Bundestag nominierte. 95 Prozent der gut 70 stimmberechtigten Anwesenden bei der Mitgliederversammlung der Freien Demokraten im Bürgerhaus Fischbach stimmten für die 52-Jährige, die 2017 erstmals einen Sitz im Berliner Reichstag errungen hatte. Den erhielt die damalige hessische Generalsekretärin Stark-Watzinger allerdings über ihren vierten Platz auf der Landesliste. Für 2021 soll es nun ganz nach oben gehen: "Da wollen wir sie als Spitzenkandidatin sehen", so Baron. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, denn Stark-Watzinger, die gerade erst, ebenfalls mit 95 Prozent, ins FDP-Bundespräsidium gewählt worden ist und als Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion im Bundestag eine Schlüsselrolle inne hat, will im November als Nachfolgerin des scheidenden Stefan Ruppert auch FDP--Landesvorsitzende werden.

Ihr Aufstieg hat die Sodenerin die Bodenhaftung nicht verlieren lassen. Das zeigt ihr Auftreten in Fischbach, dem ein geduldiges Schlangestehen vor den Tischen mit Corona- und Anwesenheitslisten voraus geht. Statt von oben herab, vom vorbereiteten Mikro auf der Bühne, hält sie ihre Rede lieber auf gleicher Ebene. "Wir haben ein wildes Jahr hinter uns", sagt sie, es sei aber nun Zeit, den Blick nach vorn zu richten. Etwa auf die im März anstehende Kommunalwahl in Hessen. "Wir müssen nicht mehr Staat auf die Bundesebene ziehen, sondern wir müssen die Kommunen wieder stärken und sie zukunftsfest aufstellen", sagt Stark-Watzinger unter starkem Beifall.

Im zweiten Teil des Abends, an dem die Mitglieder aus den drei Hochtaunus-Kommunen, die zum Wahlkreis 181 zählen, nicht mehr teilnehmen, steht die Vorstandswahl für die Main-Taunus-FDP an. Kreisbeigeordneter Johannes Baron aus Kelkheim wird mit 93 Prozent der Stimmen im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Zu Stellvertretern werden Claudia Schütz aus Flörsheim (91 Prozent), Marcel Wölfle aus Eppstein (90 Prozent) und Florian Conrad aus Kriftel (75 Prozent) bestimmt. Schatzmeister der Partei, die im Kreis aktuell 355 Mitglieder hat, bleibt Michael Genthner, der sogar 98 Prozent Zustimmung erreicht. Der Listenparteitag der FDP im MTK, bei dem auch das Wahlprogramm verabschiedet werden soll, steht am 23. Oktober an. babs

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare