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Das Radwegenetz soll verbessert werden, unter anderem damit sich Fußgänger und Radler nicht in die Quere kommen.

Mehr Stillstand als Fortschritt

Radverkehr: Es gibt Vorschläge, aber die Umsetzung stockt

Verbesserungen für den Radverkehr beschäftigen die Stadtverordneten schon seit längerer Zeit.

Flörsheim Die Stadt ließ ein Radverkehrskonzept erstellen, dessen Abschlussbericht 2016 vorlag. Die Radwege in der Mainstadt seien "unkoordiniert und größtenteils ohne Zusammenhang", hieß es damals. Ebenfalls 2016 wurde die Jahnstraße zur ersten Fahrradstraße im Main-Taunus-Kreis. Radfahrer dürfen dort seither nebeneinander fahren und haben Vorrang vor dem motorisierten Verkehr. Viel mehr hat sich bis heute allerdings nicht getan. Über den derzeitigen Stand und die Prioritäten informierte die Verwaltung nun die Teilnehmer der Verkehrskommission.

Viele Maßnahmen, die im Konzept mit den Prioritätsstufen zwei und drei gekennzeichnet sind, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. "Keine Personalkapazitäten!" heißt es vonseiten der Verwaltung. Eine für den Radverkehr geeignete Verlängerung der Jahnstraße bis in den Höllweg scheint vorerst vom Tisch zu sein. Nachdem es im Vorjahr noch hieß, dass die Maßnahme 2019 weiterverfolgt werden solle, fehlt nun das Personal. Auch die Umgestaltung der Weilbacher Straße zwischen Rheinallee und Höllweg muss wegen fehlender Kapazitäten warten. Dort sollte ein Schutzstreifen für Radfahrer angelegt werden. Ebenfalls aufgeschoben ist die Planung für den Bau eines Kreisverkehrsplatzes mit Querungsmöglichkeiten für Radfahrer am Knotenpunkt von Hochgewann und der Landstraße 3028. Für den anvisierten Ausbau eines Wirtschaftsweges entlang der Bahnlinie in Richtung Hattersheim fehlen die finanziellen Mittel.

In der Bürgermeister-Lauck-Straße müsste etwas für den Radverkehr getan werden. Die Planung sieht eine Grunderneuerung und Neugestaltung vor, in deren Verlauf ein Fahrrad-Schutzstreifen aufgebracht werden soll. Die Verwaltung informiert, dass die Erneuerung der Fahrbahndecke in den vergangenen Jahren durchgeführt wurde. Ein grundhafter Ausbau oder eine Umgestaltung seien nicht geplant.

Für die im Konzept vorgeschlagene Verbesserung der Querungsmöglichkeiten an der Kreuzung von Rheinallee/Weilbacher Straße wird "keine Notwendigkeit gesehen". Bei der Verlängerung des beleuchteten Radwegs zwischen Flörsheim und Keramag-Falkenberg herrscht "Planungsstillstand".

Eine Umsetzung in näherer Zukunft zeichnet sich beim Umbau der Bahnhofstraße mit beidseitigen Parkplätzen und einem Fahrradstreifen ab. Die Planungsmittel seien ins kommende Jahr geschoben worden, teilt die Verwaltung mit. Ebenfalls weiterverfolgt wird die Umwandlung des Konrad-Adenauer-Ufers in eine Fahrradstraße. Dort würde dann die gleiche Regelung gelten wie in der Jahnstraße. Die Gelder für das Projekt sind im diesjährigen Haushalt eingestellt.

Eine Maßnahme, die derzeit schon läuft, ist der Bau einer Querungshilfe an der Einfahrt nach Bad Weilbach. Eine weitere Querungshilfe soll während der Sommerferien auf der Bürgermeister-Lauck-Straße (Höhe Windhorststraße) gebaut werden. Zu den Maßnahmen, die abgeschlossen wurden, gehören die Ausweisung der Jahnstraße als Fahrradstraße und die Freigabe der Riedstraße fürs Radeln gegen die Einbahnstraße. sas

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