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In dem Backsteingebäude hat seit 1996 die Höchster Porzellan-Manufaktur ihren Sitz. Architektur-Studenten haben trotzdem Visionen dazu entwickelt.

Insolvenz

Messe Frankfurt soll in Höchster Porzellan-Manufaktur einsteigen

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Im Januar musste die Höchster Porzellan-Manufaktur Insolvenz anmelden. Das traditionsreiche Unternehmen ist zahlungsunfähig. Jetzt zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab.

Mehrere hundert Besucher haben am Samstag die Höchster Porzellan-Manufaktur besucht und ihre Verbundenheit mit der zweitältesten deutschen Manufaktur bekundet, die im Januar Insolvenz anmelden musste. Die städtische Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG), Vermieter des Gebäudes, hatte Geschäftsfreunde eingeladen, und viele Menschen aus dem Frankfurter Westen waren ebenfalls erschienen, um ihre Verbundenheit zu demonstrieren. Oberbürgermeister Peter Feldmann gab bekannt, dass er die Messe Frankfurt aufgefordert habe, über einen Einstieg in die Manufaktur nachzudenken. Auch habe er mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zu diesem Thema telefoniert. "Die Höchster Porzellan-Manufaktur wird nicht untergehen", versprach er bei der Veranstaltung, die unter dem Motto "Damit das Rad sich weiter dreht" stand. Das Höchster Rad ist die Marke der 1746 gegründeten Manufaktur.

Wie Feldmann weiter mitteilte, habe das Land eine Bestellung über 50.000 Euro platziert, und er habe das Protokoll der Stadt aufgefordert, ebenfalls für die Zukunft zu bestellen, was weitere 25.000 Euro ausmacht. Stadt und Land verschenken Höchster Porzellan traditionell an Gäste. Zuletzt haben unter anderem Königin Elisabeth II. Und Panikrocker Udo Lindenberg Höchster Porzellan mit nach Hause genommen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat noch bis 28. Februar Zeit, einen Investor zu finden. Solange läuft die Produktion weiter. Ziel sei es, einen Investor zu finden, der nicht nur die Marke kaufen, sondern auch die Produktion mit ihren 13 Mitarbeitern in Höchst weiterführen möchte. (hv)

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