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Axel Kröner hat die Eier aus den Nestern zwischen Stahlträgern und Streben der Eisenbahnunterführung am Dalbergplatz geholt.

Taubeneier

Mitarbeiter des "Stadttaubenprojekts" schieben den Vöglen Attrappen unter

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Mitarbeiter des Vereins „Stadttaubenprojekt“ haben begonnen, die Eier von Tauben an der Bahnunterführung Königsteiner Straße gegen Gips-Attrappen auszutauschen. So soll die Zahl der Tauben reduziert werden.

Axel Kröner steht auf einem fahrbaren Gerüst und fingert zwischen den Stahlträgern der Bahnunterführung an der Königsteiner Straße im Taubendreck herum. Ei für Ei holt der Mitarbeiter des „Stadttaubenprojekts“ aus den Nestern, tauscht die Gelege gegen Gips-Attrappen aus. Durch diese Maßnahme, die nun alle 14 Tage wiederholt werden soll, will der Verein die Population zwischen Haus Landsberg und dem Bahnhof reduzieren.

Zurück geht der Einsatz des Vereins auf eine Initiative des fraktionslosen Ortsbeirats Uwe Eisenmann („Frankfurt West“). Gudrun Stürmer, Vorsitzende des Stadttaubenprojekts, weiß aber, dass die Lösung nur ein Taubenhaus bringen könnte, in dem die Tauben ihrer Eier legen und diese dann ausgetauscht werden. Sie hat dafür das Dach des Nebengebäudes am Haus Landsberg im Auge.

Denn sie hat erkannt, dass die Tauben früher in dem heruntergekommenen Gebäude genistet haben und dann vertrieben wurden, als die kaputten Fenster wieder dicht gemacht wurden. Restauriert wurde nur die Fassade; der Rest des Hauses zerfällt weiter. Eisenmann will sich nun um die Idee kümmern – und darum, dass die Flächen, auf denen die Tauben unter der Brücke nisten, mit Lochblechen verkleidet werden. Von Netzen ist man abgekommen: Sie zerreißen, und Tauben verheddern sich in ihnen und sterben.

Probleme wie am Höchster Bahnhof gibt es auch am Südbahnhof an den Brücken von Schweizer und Oppenheimer Straße oder an der Voltastraße. Gudrun Stürmer ist auf die Bahn nicht gut zu sprechen: Mit Lochblechen vertreibe man die Tauben nur, ohne ihre Vermehrung zu stoppen. In Höchst gibt es außerdem noch Einwände gegen Lochbleche an der zweiten, der unbeleuchteten Brücke der Unterführung: Das Denkmalamt hat noch gestalterische Bedenken.

(hv)

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