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Könnte es so auch einmal im Ortskern von Münster aussehen? Stadtrat Heinz Kunz hat dieses Beispiel aus Nieder-Olm mitgebracht.

Projekt

Münsterer treiben Verschönerung des Ortskerns weiter voran

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Die Hauptstraße in Kelkheim wurde 2018 fertiggestellt. Lob gab es von vielen Seiten. Auch die Münsterer haben sich den gepflasterten Abschnitt zwischen Neuer Stadtmitte und der Ecke Mühlstraße/Bahnstraße genau angeschaut.

Die Hauptstraße in Kelkheim wurde 2018 fertiggestellt. Lob gab es von vielen Seiten. Auch die Münsterer haben sich den gepflasterten Abschnitt zwischen Neuer Stadtmitte und der Ecke Mühlstraße/Bahnstraße genau angeschaut. Ihnen gefällt die Straße, sie denken aber gleich an „ihren“ Ortskern. Ziel ist es, im Stadtteil das Zentrum ebenfalls aufzuwerten. Die Frankfurter Straße, die sich durch Alt-Münster schlängelt, könnte ebenso verschönert werden, finden die Bürgervereinigung Alt-Münster und FDP-Stadtrat Heinz Kunz.

Gemeinsam haben sie ihre Idee im April 2018 vorgestellt. Sie wollen den Ortskern attraktiver gestalten, den Verkehr minimieren und Motivator für private Sanierungsprojekte drumherum sein. Seitdem ist ein bisschen was passiert. Kunz und die Bürgervereinigung Alt-Münster haben sich mit den Fraktionen der CDU und der FDP getroffen. Beide „würden das unterstützen“, freut sich Vereinschef Peter Piesch. Nun sollten in den nächsten Wochen die Treffen mit anderen Fraktionen folgen, um eine politische Mehrheit für das Vorhaben zu bekommen. Die weiteren Signale stimmen Kunz positiv.

Er wünscht sich zudem zeitnah ein Gespräch mit der Stadt, um auch dort die Möglichkeiten und Chancen ausloten zu können. „Wir möchten das gleich in die richtigen Wege leiten“, sagt Kunz. Darauf angesprochen, sieht Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) solche Ideen und Initiativen positiv. „Das ist im Prinzip eine gute und interessante Idee.“ Fraglich sei aber zum Beispiel, ob die Stadt nach Kelkheim auch Münster in ein Dorfsanierungsprogramm bekomme. „Wir müssen schauen, wie wir das hinkriegen“, betont Kündiger. Vorstellbar sei das in einem Stadtteil wie Münster aber am ehesten.

Auch Heinz Kunz ist „optimistisch, dass es ins Rollen kommt“. Er und Vereinschef Piesch wissen zwar um hohe Kosten für eine solche Umgestaltung. Sie weisen aber beide auch auf einige Fördertöpfe hin, die in diesem Fall angezapft werden können. Kunz war mit Kollegen im Auftrag der Stadt im Vorjahr auch bei einem Kongress des Hessischen Wirtschaftsministeriums rund um die Nahmobilität. Ein Thema sei die Zielsetzung gewesen, „die Ortskerne zu gestalten“, sagt Kunz. „Das würde sich in Münster anbieten.“ Selbst Gutachten für solche Projekte würden finanziell gefördert.

Klar ist für Kunz und Piesch aber, dass Münster im Gegensatz zur Hauptstraße Kelkheim keine verkehrsberuhigte Zone werden soll. Schrittgeschwindigkeit sei fern jeder Realität – zumal dort noch die Busse durchfahren. Aber eine optische Aufpflasterung zumindest am Rand sei wünschenswert. Das Ganze kombiniert mit Bänken, Blumentrögen und anderen verschönernden Maßnahmen. So wollen die Ideengeber gerne mehr Verkehr aus dem Ortskern verbannen, die Umgehung auf der L 3106 könnte hier deutlich mehr genutzt werden.

Eine Aufwertung wünscht sich die Bürgervereinigung auch auf den Plätzen vor dem Alten Rathaus und der Kirche. Für das Rathaus stehen zudem 30 000 Euro im Haushalt, um vor allem die Fassade zu sanieren. Dass Münster mit Zuschüssen mal „wieder dran“ sei, das haben die Bürgervereinigung und Stadtrat Kunz erklärt. Ob es dann so weit geht, dass aus der Kreuzung Frankfurter Straße/Dieselstraße am Rand des Ortskerns sogar ein Kreisel wird – das ist letztlich aber eine von vielen offenen Fragen.

(wein)

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