Juwelenraub im Main-Taunus-Zentrum Sulzbach

Nach Überfällen: Juweliere in Angst

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Auch mehr als eine Woche nach dem Überfall auf ein Juweliergeschäft im Main-Taunus-Zentrum bei Sulzbach gibt es von den drei Räubern keine heiße Spur. Nachdem der direkte Fluchtweg rekonstruiert wurde, werte man Aussagen von Zeugen aus dem Einkaufszentrum und von Autofahrern aus. Außerdem gebe es qualitativ gute Bilder der Überwachungskameras, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Main-Taunus in Hofheim. Die Fahnder verfolgten aber einen anderen Ermittlungsansatz, den sie für erfolgversprechend hielten. Details nannte der Polizist aber nicht.

Bei dem Überfall hatten die Räuber am Montag vergangener Woche zunächst mit Äxten und einer Pistole bewaffnet das Juweliergeschäft gestürmt, hatten Vitrinen zerschlagen und wertvolle Uhren und Schmuck gestohlen. Danach waren sie in einen dunklen Kleinwagen gestiegen und entkommen.

Kein Einzelfall

Die Tat ist kein Einzelfall. Deutschlandweit haben in jüngster Zeit dreiste Einbrüche bei Juwelieren Schlagzeilen gemacht. Auch in Düsseldorf, Wiesbaden und München wurden Schmuckhändler Opfer von Banden. Die Gangster kommen am helllichten Tag, bewaffnet mit Äxten, Schlagstöcken oder Vorschlaghämmern. Während die Polizei keinen Trend erkennen kann, warnen Versicherungsbranche und Juweliere vor einem besorgniserregenden Trend zu brutalen Blitzüberfällen. Martin Winckel vom Juwelier-Wachdienst (Lünen) sieht das ähnlich: «Diese neue Brutalität sind wir nicht gewohnt», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Die Zahl der Überfälle sei «katastrophal» und besorgniserregend.

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