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Kommt die Regionaltangente West, muss ein Teil dieser Häuserzeile an der Leunastraße voraussichtlich weichen

Planungen werden vorgestellt

Nächster Schritt zur Regionaltangente West

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Die Regionaltangente West führt von der Querung der A 66 an der Dunantsiedlung bis zur Einbindung in die „Flughafenschleife“ in Kelsterbach durch den Frankfurter Westen. Am 22. Juni werden die Planungen im Kasino 1 der Jahrhunderthalle den Bürgern vorgestellt.

Es wurde schon lange geplant und schon viel geredet, so lange, dass manch einer gar nicht mehr an die Umsetzung der Idee glauben mag: Die Regionaltangente West (RTW) ist eine geplante Regionalstadtbahn, die 2022/23 in Betrieb gehen soll. Für den „Planfeststellungsabschnitt Mitte“ läuft bis Donnerstag, 29. Juni, eine sogenannte „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“. Ziel ist es, die Planungen bekannt zu machen, die den Abschnitt zwischen der Querung der A 66 an der Dunantsiedlung und der „Flughafenschleife“ in Kelsterbach betreffen. Bürgern stehen derzeit noch Möglichkeiten offen, um Anregungen, Fragen oder Ideen beizutragen.

Die RTW soll den öffentlichen Nahverkehr in und um Frankfurt entlasten, der bislang zentral auf den innerstädtischen S-Bahn-Tunnel konzentriert ist. Geplant sind zwei Linien, die zum einen von Bad Homburg und zum anderen von Praunheim jeweils über Eschborn, Höchst, den Flughafen-Regionalbahnhof und den Neu-Isenburger Bahnhof verlaufen. Von dort sollen sie auf der einen Linie nach Neu-Isenburg ins Wohngebiet Birkengewann / Gewerbegebiet Ost und auf der anderen Linie zum Bahnhof Dreieich-Buchschlag weitergeführt werden.

Ziel ist es, aus Kostengründen weitgehend vorhandene Bahnstrecken zu nutzen und nur Verbindungen neu zu bauen. Eine dieser neuen Strecken führt allerdings mitten durch Höchst: Vom Höchster Bahnhof aus über die Leunastraße und die Leunabrücke in Richtung Süden.

Das Vorhaben wurde insgesamt in vier Planfeststellungsabschnitte unterteilt, für die jeweils eigenständige Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Die „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ für den nördlichen Planfeststellungsabschnitt wurde bereits abgeschlossen; jetzt ist der Abschnitt „Mitte“ an der Reihe. Damit sollen Anregungen, Ideen und Fragen, die von der Bevölkerung und von Trägern öffentlicher Belange eingebracht werden, in die Planungen einfließen.

Der Planfeststellungsabschnitt (PFA) Mitte ist etwa 8,5 Kilometer lang. Er reicht von der A 66 über den Höchster Bahnhof, die Leunastraße und den Industriepark Höchst Süd bis nach Kelsterbach – und ist der vielleicht heikelste Abschnitt, weil die neue Bahnstrecke auf der Leunastraße durch bebautes Gebiet geführt werden soll. Sogar der Abriss von Häusern steht dort an: Es geht um einen Teil der Häuserzeile westlich der Leunastraße, kurz vor der Auffahrt zur Leunabrücke. Vom Höchster Bahnhof soll die Trasse auf das Niveau der Leunastraße abgesenkt und zur Leunabrücke weitergeführt werden.

Neben den bereits bestehenden Haltepunkten, also den Bahnhöfen Höchst und Sossenheim, soll es vier neue Haltepunkte geben. Sie entstehen in der Dunantsiedlung, am Höchster Stadtpark, am Industriepark Tor Ost und am Industriepark Tor Süd.

Kernstück der Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung bildet eine Dialog- und Informationsveranstaltung am Donnerstag, 22. Juni, um 18.30 Uhr in der Jahrhunderthalle (Kasino 1, vor dem Haupteingang links, Pfaffenwiese 301). Dort werden die Planungen von Experten vorgestellt; die Bürger können mit den Fachplanern ins Gespräch kommen.

Alle Informationen rund um das Projekt, den Erläuterungsbericht für den aktuellen Planfeststellungsabschnitt Mitte sowie alle Anlagen und Pläne können aber auch auf der Webseite eingesehen werden. Zudem sind sie derzeit im östlichen Pavillon des Bolongaropalasts, Bolongarostraße 109 / Seilerbahn 1, einzusehen, und zwar wochentags von 8 bis 16 Uhr (freitags bis 14.30 Uhr). Stellungnahmen können auf der Webseite, vor Ort in der Verwaltungsstelle Höchst oder per Brief, E-Mail, Fax oder telefonisch bei der RTW Planungsgesellschaft mbH bis zum 29. Juni formlos eingereicht werden. Der Vordruck, der auf unter bereitgestellt wird, kann dazu verwendet werden. Die Mail-Adresse lautet Beteiligung@rtwgmbh.de, Fax (0 69) 21 99 96 68, Telefon (0 69) 92 88 26 25 – jeweils von Montag bis Donnerstag von 10 bis 14 Uhr.

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