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Der Vorstand (v.l.) : Die Beisitzer Andreas Welcher, Heide Kastler und Gerhard Gabler, Schriftführerin Natalie Schlitt, die 2. Vorsitzenden Gottfried Horky und Milkica Romic, Hauke Hummel, die Beisitzer Ilse Bosinger, Günter Gemeinder und Jürgen Rudnick, Kassiererin Margot Becker, Beisitzer Benno Kilb.

Neue Führung im Vereinsring Nied

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In der Jahreshauptversammlung des Vereinsrings Nied ist Hauke Hummel zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Helmut Grohmann war nicht wieder angetreten.

Der Vereinsring Nied hat einen neuen Vorsitzenden: Hauke Hummel führt nun den Verband, der voriges Jahr sein sechzigjähriges Bestehen feierte und 46 Vereine in Nied vertritt. Der bisherige Vorsitzende Helmut Grohmann hatte sich nach acht Jahren nicht mehr zur Wiederwahl gestellt; insgesamt vier Amtsperioden hatte er den Vereinsring geführt. Hauke Hummel, bislang 2. Vorsitzender, hat das Amt nun übernommen. Zur neuen 2. Vorsitzenden wurde Milkica Romic gewählt. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind auch die Beisitzer Nicolas Flug und Ellen Bacher; neue Beisitzer sind Heide Kastler und Andreas Welcher.

Helmut Grohmann wurde von den Vertretern der Nieder Vereine zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. „Er war zehn Jahre im Vorstand und hat viel bewegt“, sagt Hummel über seinen Vorgänger, der den Vereinsring „ordentlich und solide geführt“ übergeben habe. Der neue Vorsitzende will sich nun erst einmal in der Position zurechtfinden und sich nach dem Vorbild Grohmanns „engagiert für die Nieder Vereine einsetzen“. Das nächste große Fest ist das Beunehofsingen im Juni, zu dem wieder verdiente Vereinsvorstandsmitglieder geehrt werden.

Schon am Samstag, 19. März, treffen sich viele Vereinsvertreter zum Sauberkeitstag, den der Vereinsring organisiert, um gegen die Müllflut im Stadtteil anzukämpfen. Mehrere Gruppen aus Nieder Vereinen sammeln gleichzeitig an verschiedenen Orten ein, was andere in die Botanik geworfen haben. Wer teilnehmen möchte, ist willkommen: Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Niddaschule (Oeserstraße). Die Sammelaktion der Nieder Vereine ist eine der größten in Frankfurt.

Der Ortsvereinsring Nied wurde im Jahre 1955 nach einer Idee des Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Nied, Hans Kobald, und einiger Nieder Vereinsvorstände gegründet. Die Gründung wurde erforderlich, um beim Bau und Ausbau des Bürgerhauses Nied (heute Saalbau Nied) ein gewisses Mitspracherecht durchzusetzen. Es beteiligten sich damals insgesamt 19 Nieder Vereine. Das Bürgerhaus Nied konnte 1967 eröffnet werden.

Von 1955 bis 1988 wurde der Ortsvereinsring Nied als lose Bindung der Nieder Vereinsvorstände angesehen: Es gab kaum Schriftverkehr und schon gar keine Akten. Ab 1988, mit inzwischen 39 Mitgliedsvereine, gab sich der Vereinsring Nied eine Satzung. Inzwischen ist er als gemeinnützig anerkannt. Sein Zweck ist die Förderung des Heimatgedankens und der Kultur, der Heimatpflege, der Heimatkunde und der Denkmalpflege in Nied. Darüber hinaus fungiert der Vereinsring als Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und den einzelnen Mitgliedsvereinen. Er organisiert die Volksmusik im Beunehof (Beunehofsingen), das Stadtteilfest, die Gedenkstunde zum Volkstrauertag und den Weihnachtsmarkt. Der Vereinsring hat außerdem die Patenschaft für das Grab des ehemaligen Bürgermeisters der selbständigen Gemeinde Nied, Franz Simon, übernommen. In den Jahren 2010/11 wurden neun Nieder Gebäude mit Texttafeln versehen, die auf ihre historische Bedeutung hinweisen, und 2012 wurde die restaurierte Turmuhr der Christuskirche aus dem Jahre 1908 erworben und im Foyer des Saalbau Nied ausgestellt.

(hv)

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