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Vereinsringschef Peter Meister begrüßt Denise I., die neue Goldsteiner Rosenkönigin. Sie ist die zweite aus dem königlichen Hause Buxbaum: Ihre ältere Schwester Janine war 2017 / 18 die 31. Rosenkönigin.

Dynastie

Die neue Goldsteiner Rosenkönigin kommt aus einem bewährten Haus

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Die Gesichtszüge der neuen Goldsteiner Rosenkönigin kamen einigen doch bekannt vor: Denise I. eifert ihrer Schwester Janine nach, die 2017 / 18 auf dem Thron des Stadtteils saß.

Papa und Mama Buxbaum sind den Trubel inzwischen schon gewohnt: Denise (19), ihre zweitälteste Tochter, ist seit Samstagabend als Denise I. Nachfolgerin von Katja I. auf dem Thron der Rosenkönigin. Deren Vorgängerin wiederum war Janine I., älteste Tochter der Buxbaums. Der Vereinsring Goldstein sucht jedes Jahr eine junge Frau aus dem Stadtteil, die als Rosenkönigin Goldstein in ganz Hessen und darüber hinaus repräsentiert. Die Suche, so frotzelt der Goldsteiner Vereinsrings-Chef Peter Meister, dürfte in den nächsten Jahren etwas einfacher werden: Die Buxbaums haben insgesamt vier Töchter . . .

Denise sieht ihrer älteren Schwester nicht nur ähnlich, sondern scheint auch von ihren Erfahrungen zu profitieren: Sie sei „gespannt auf das, was kommen mag“, sagte die 19-Jährige in einer druckreifen Antrittsrede. Das Goldsteiner Mädchen, das seit 2016 an der Carl-von-Weinberg-Schule als „Lerncoach“ assistiert, spielt Klarinette in einem Ensemble, zeigt als Volleyballerin beim VfL Goldstein Herz und spricht ganz nebenbei vier Sprachen. Am Samstag wurde die 33. Goldsteiner Rosenkönigin im Saalbau inthronisiert und von ihrer neuen „Wochenendfamilie“ in Empfang genommen. Das sind gekrönte Häupter, die sich selbst „Queenies“ nennen und die in der Tat aufgrund ihrer repräsentativen Pflichten mehr Zeit miteinander als mit ihren richtigen Familien verbringen: Trina I. gehört dazu, die auch erst vor Kurzem ins Amt eingeführte Apfelweinkönigin von Bergen-Enkheim, Yvonne II., die 61. Sachsenhäuser Brunnenkönigin, die Bad Vilbeler Quellenkönigin Bianca I. oder auch Victoria I., Kürbiskönigin aus Niederdorfelden. Die jungen Frauen begegnen sich immer wieder bei Festen; anhaltende Freundschaften entstehen.

Davon konnte Katja I. bei ihrer Abdankung berichten, bevor Denise das Szepter übernahm: Sie räume ihren Thron mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte die 32. Goldsteiner Rosenkönigin, die den Stadtteil im vergangenen Jahr vertreten hat – unter anderem beim Brunnenfest in Bad Vilbel, bei der Schwanheimer Kerb, beim Frankfurter Fastnachtsumzug oder beim Rosen-Corso in Bad Nauheim. Etwas ganz Besonderes sei das Apfelblütenfest in Natz-Schabs (Südtirol) gewesen und der Empfang der hessischen Majestäten in Wiesbaden, zu dem Ministerpräsident Volker Bouffier jedes Jahr lädt.

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächele, weil es so schön war“, riet die Bad Vilbeler Quellenkönigin Bianca I., aber Katja nahm es ohnehin entspannt und eher von der humorvollen Seite: Vor ihrer Abschiedsrede brachte sie den Moderator des Abends, Peter Meister, mit einem Lachanfall aus dem Konzept. Er und Gabriele Lehne, Schriftführerin des Vereinsrings und so etwas wie die „Rosen-Mama“, schenkten Katja Bangert zum Abschied eine silberne Rose samt Halskette.

Bis zum Ende der Amtszeit im September 2019 wird Denise Buxbaum bis zu 70 Veranstaltungen besuchen und dort für Goldstein werben. Einer der ersten Termine ist die Schwanheimer Kerb am kommenden Wochenende.

Die Tradition der Goldsteiner Rosenkönigin gibt es seit dem Jahr 1981. Damals bekam zum 50-jährigen Bestehen der Siedlung Goldsteins eine Rosenzüchtung aus Steinfurth diesen Namen. Die Idee wurde geboren, diese Rose zu personifizieren: Seitdem wird jedes Jahr eine junge Frau vom Vereinsring zur Rosenkönigin bestimmt. Sie wird dann mit Peter Meister und Gabriele Lehne die meisten Wochenenden „on Tour“ sein.

Schirmherrin der Inthronisation war erstmals Ulli Nissen, Bundestagsabgeordnete aus dem Frankfurter Süden. Die Krönung wurde im Saalbau begleitet von den „Goldsteiner Bänkelsängern“ um Hubert Brodbek, einer Playback-Show der „Goldsteiner Schlippcher“ und dem Bauchredner Christoph Quernheim. Michael Boddenberg, Landtagsabgeordneter aus Sachsenhausen, prognostizierte der neuen Goldsteiner Rosenkönigin beste Zukunftschancen: „Aus einer Weinkönigin ist auch schon mal eine Bundeslandwirtschaftsministerin geworden.“

Der Goldsteiner Vereinsringschef Peter Meister ist stolz, dass die Tradition fortgesetzt werden kann, und dankt den Sponsoren, die das ermöglichen: Kleid, Frisur, ein standesgemäßes Gefährt für die Teilnahme an den vielen Umzügen – es läppert sich. Aber da ist ja auch dieser Lichtschein am Horizont, was die nächsten Jahre angeht: Die zwei jüngeren Buxbaum-Töchter können sich die ganze Sache ja zumindest schon mal ansehen . . .

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