Das neue Quartier soll so wenig Verkehr wie möglich erzeugen

Die Schlagworte der Städteplaner des Büros Albert Speer + Partner zur Verkehrs-Erschließung eines neuen Wohngebietes am MTZ lauten mit dem Blick auf das Jahr 2030 „Autoarmer Stadtteil“, „Grüne Mobilität“,

Die Schlagworte der Städteplaner des Büros Albert Speer + Partner zur Verkehrs-Erschließung eines neuen Wohngebietes am MTZ lauten mit dem Blick auf das Jahr 2030 „Autoarmer Stadtteil“, „Grüne Mobilität“, „Optimierung ÖPNV“ und „Reorganisation Straßennetz“. Die Philosophie lautet: Das neue Quartier soll so wenig Verkehr wie möglich erzeugen.

Die Arbeitsplätze in Eschborn und im Industriepark Höchst seien zum Beispiel bequem mit dem E-Bike zu erreichen. Dazu sollen Rad-Schnellwege angelegt werden. Nach der Idee des Stadtplaners Stefan Kornmann wird im Grunde kein eigenes Auto mehr gebraucht. Er setzt auf autonomes Fahren und Car-Sharing: „Sie ziehen in ein Gebäude ein, und im Keller steht das Fahrzeug, das Sie buchen.“

Mittelfristig ist durch eine Verschwenkung die Anbindung an die Bahnlinie Höchst – Bad Soden mit einem Haltepunkt im neuen Wohnquartier vorgesehen. Bis die Strecke gebaut ist, soll ein ringförmiges Shuttle-Bus-System auf der Straße helfen.

Die „große Variante“ (Kombination B) verfolgt eine möglichst optimale Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eine weitgehende Trennung der Kfz-Ströme zum MTZ und nach Höchst von denen in den Vordertaunus. Deshalb soll die bisherige vierspurige Bundesstraße 8, die von der Ausfahrt der A 66 Höchst/Bad Soden abgeht, ein Stück in Richtung Westen verlegt werden und über die Feldgemarkung zwischen Liederbach und dem MTZ um das Wohngebiet herumführen und wieder auf die bisherige Straßenführung treffen. Die bisherige Wegführung sollte zu einer „Stadtstraße“ umgewidmet werden.

Zu der Variante gehören auch die Verschwenkung der Bahnlinie Höchst – Bad Soden zum MTZ und die Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 über den Bahnhof Höchst bis zum MTZ.

Die „kleine Variante“ (Kombination A) sieht vor, die bisherige vierspurige Bundesstraße 8 von der Abfahrt der A 66 abzusenken mit der Anlage von Siedlungsbrücken zur Herstellung der Verbindung zwischen den Siedlungsteilen und dem MTZ.

Die Anschlussstelle B8 / L3266 (Sulzbach) wird an eine neue Anschlussstelle verlagert, um das Gebiet des ehemaligen Autokinos in die neue Siedlungsstruktur integrieren zu können.

In den nächsten Wochen soll das Konzept weiterentwickelt und dann mit dem Regionalverband Südhessen und der Verbandskammer des Regionalverbandes abgestimmt werden. wm

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