Parkplatzmangel

Park-Chaos rund um die Kahlbachhalle

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Die FDP hat auf zu wenige Parkplätze an der Halle aufmerksam gemacht. Könnte der „Kerbeplatz“ genutzt werden?

Die Parkmöglichkeiten an der Kahlbachhalle in Altenhain sind eine Katastrophe. Bei größeren Veranstaltungen in der Sporthalle, wenn bis zu 120 Autos anrollen, kommt es nicht selten zu gefährlichen Situationen. Die 1984 erbaute Halle bietet zwar Sitzplätze für 303 Zuschauer, verfügt jedoch nur über 33 offiziell nutzbare Stellplätze. Die Folge ist, dass Sportler und Besucher ihre Autos „wild parken“ und so ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Das hat die FDP in der Stadtverordnetenversammlung jetzt thematisiert. Die Liberalen fordern den Magistrat auf, zu prüfen, ob nicht auf dem vorhandenen städtischen Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Halle zusätzliche Stellplätze geschaffen werden können. Zum einen seien die Angebote der lokalen Sportvereine über die Jahre deutlich gestiegen, argumentiert die FDP, zum anderen ziehen die Heimspiele der Handballer, die aktuell als Aufsteiger in der Bezirksoberliga spielen, viele Besucher an.

Außerdem kommt einmal im Jahr der „Wuzze-Lauf“ der TSG Altenhain hinzu, den FDP-Stadtverordneter Bernd Krause im vergangenen September zum 10. Mal organisiert hat. Und diese Sportveranstaltung, die soziale Projekte unterstützt, gewinnt Jahr für Jahr mehr Teilnehmer. „Es ist uns daran gelegen“, appellierte Krause an die Stadtverordneten, „dass alternative Möglichkeiten zügig geprüft werden“. Zu den Varianten zählen die Liberalen auch den „Kerbeplatz Altenhain“ oberhalb der unteren Tennisplätze, „der nie als solcher genutzt wurde“ sowie den Bolzplatz hinter der Kahlbachhalle. Aufgrund des attraktiveren Waldsportplatzes werde auch dieser vom Altenhainer Fußballverein kaum bespielt.

Als die BSB-Fraktion anführte, dass die schwierige Parkplatzsituation nicht nur in Altenhain, sondern in der ganzen Stadt, etwa auch an der Sauerbornhalle in Neuenhain, ein Problem sei, wies Krause auf die brisante Situation in Altenhain hin. Dort, wo die Autos parkten, unterhalb der Kahlbachhalle, handele es sich um eine nicht ausgebaute Straße. Zudem müssten seitlich der Halle 18 Parkplätze (Halteverbot) für die Einsatzkräfte der Feuerwehr dauerhaft freigehalten werden.

„Wir sollten uns die Parkplatzsituation vor Ort anschauen“, schlug Martina Helmerich (SPD), Mitglied des Bauausschusses, vor. Sie warnte aber sogleich, dass mit einer schnellen Umsetzung eher nicht gerechnet werden könne. Denn hinter dem „Kerbeplatz“ befinde sich ein Biotop. Dem Prüfantrag stimmten alle Fraktionen zu.

(kra)

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