Axel Fink
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Politik

Axel Fink ist neuer CDU-Fraktionschef

"Spannende Aufgabe": Der 44 Jahre alte Jurist verfügt über viel kommunalpolitische Erfahrung.

Schwalbach -Seit dem Juli 2021 war die CDU-Fraktion im Stadtparlament praktisch "kopflos". Dennis Seeger, der den Fraktionsvorsitz erst seit der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 innehatte, gab die Führung aus gesundheitlichen Gründen schon nach wenigen Monaten wieder auf. Ein schwerer Schlag für die CDU, denn der 40-jährige Kriminalhauptkommissar und Diplomverwaltungswirt Seeger galt als unverbrauchter neuer Zukunftsträger der Schwalbacher CDU.

Jetzt springt ein Mann in die Bresche, der kaum älter ist als Seeger, aber im Gegensatz zu ihm schon über reichlich kommunalpolitische Erfahrung verfügt: Der 44-jährige Jurist Axel Fink ist der neue Fraktionschef der CDU. Fink übernahm 1998 sein erstes Mandat für die CDU im Schwalbacher Stadtparlament und ist - bis auf eine Interimszeit als ehrenamtlicher Erster Stadtrat im Magistrat - seither als Stadtverordneter aktiv. Er sitzt außerdem seit Jahren für die CDU im Kreistag. 2019 übernahm er außerdem erneut den Parteivorsitz in der CDU Schwalbach. Die Leitung der Fraktion ist für Fink trotz seines langjährigen Engagements eine neue Position.

"Es ist eine spannende Aufgabe, der ich mich stellen werde", sagt er. "Eigentlich wollte ich bei der parlamentarischen Arbeit in Schwalbach eher in die zweite Reihe treten, aber die Gegebenheiten machen aus Sicht meiner Partei meinen Einsatz sinnvoll", bestätigt Fink ganz offen, dass er selbst den Posten nicht aktiv angestrebt hätte. Als Magistratsdirektor im Rechtsamt der Stadt Frankfurt und als Familienvater mit zwei kleinen Kindern sind für Fink zusätzliche aufwendige Ehrenämter wie der Fraktionsvorsitz eine Herausforderung. Trotzdem ist es nicht so, als hätte die Schwalbacher CDU außer Fink keine Politiker mit Führungsformat zu bieten. Katrin Behrens und Daniela Hommel haben als stellvertretende Fraktionschefinnen, die Lücke, die Seeger hinterließ, exzellent ausgefüllt. Das sieht auch Fink so.

"Wir hätten beide gerne als Führungs-Tandem für die Fraktion gewonnen, aber weder Katrin Behrens noch Daniela Hommel können aus beruflichen und privaten Gründen den Fraktionsvorsitz übernehmen. Sie bleiben aber meine Stellvertreterinnen", sagt der neue Fraktionschef. Fink betont, erstmals in einer Koalition mit der SPD zu agieren sei neues Terrain für die Schwalbacher CDU. In der Koalitionsvereinbarung hat die CDU ein Vorschlagsrecht für den Posten eines hauptamtlichen Ersten Stadtrats erhalten, denn dieses Amt soll seit 2008 wieder geschaffen werden.

Die CDU hatte in der vergangenen Woche ihren Wunschkandidaten, den Krifteler CDU-Mann Thomas Milkowitsch, präsentiert. Eine Ausschreibung, bei der sich weitere Kandidaten melden können, wird noch erfolgen.

Wegen dieser Personalie ging die Übernahme des Fraktionsvorsitzes von Axel Fink fast als Nebensache unter. Von Fink ist bekannt, dass er eine hauptamtliche politische Führungsfunktion nicht ausschließen würde. Es drängt sich also die Frage auf: Warum Fraktionsvorsitz statt hauptamtlicher Erster Stadtrat? Fink sagt dazu: "Ich habe eine Nacht mit dem hauptamtlichen Stadtratsposten geliebäugelt, aber ein Wahlamt ist möglicherweise nicht von langer Dauer, deshalb habe ich mich dagegen entschieden." ku

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