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Familienfest mit Besuchern aus vielen Nationen

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Von: Walter Mirwald

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Die Besucher des Altstadtfestes genossen die gesellige Atmosphäre.
Die Besucher des Altstadtfestes genossen die gesellige Atmosphäre. © Walter Mirwald

Tausende Menschen genießen die bunte Stimmung auf dem Festgelände. Der Hit war die Auswahl der Musikgruppen.

Schwalbach -Endlich wieder Altstadtfest in Schwalbach nach zweijähriger Corona-Zwangspause! Und als hätten viele Leute nur darauf gewartet, schlängelten sich bei hochsommerlichen Temperaturen am Freitag und am Samstag einige Tausend Menschen durch die Ortsstraßen in dem Geviert vom "Haus der Vereine", katholischer Kirche und Mutter Krauss. "Es herrschte eine überaus entspannte Stimmung, die Besucher waren zufrieden", registrierte die Geschäftsführerin der Kulturkreis GmbH, Anke Kracke, die mit ihrem Team die Organisation in der Hand hatte.

An 31 Ständen statt wie im Jahr 2019 an 42 gab es ein buntes Angebot zum Schauen und Genießen. "Einige trauen sich noch nicht und haben nach wie vor Angst vor Corona", sagt Anke Kracke, die "von einem Familienfest mit Besuchern aus vielen Nationen" schwärmte.

Internationales Flair vom Aussehen her verströmten auch Halime Yildicim, Kubra Altas und Bella Shirin König von der Mobilen Beratung Bad Soden, Eschborn, Schwalbach, Sulzbach, deren Stand in der Schulstraße am Samstag in den Nachmittagsstunden von vielen Kindern umringt war. Es gab Bubble Tea, die Möglichkeit, in dem Chillout-Zelt Rast zu machen und auch Gespräche mit den drei Jugendberaterinnen zu führen.

Wer am Stand der Feuerwehr mit Grillwurst und Fassbier gerechnet hatte, tauchte plötzlich in eine ganz andere Welt ein. Die Schwalbacher Feuerwehr hat in Zusammenarbeit mit der Firma Stickerstars und dem Rewe-Supermarkt ein ganz besonderes Highlight erarbeitet. Sammelsticker von den Einsatzkräften, der Jugendfeuerwehr und besonderen Aktionen und ein Sammelalbum und Bilder gibt es bei Rewe noch einige Wochen zu kaufen.

Nancy Faeser auf "Heimaturlaub"

"So wie bundesweit Fußballbilder für die Panini-Alben gesammelt werden, sammeln die Schwalbacher Bilder von der Feuerwehr", sagt Hauptlöschmeister Oliver Veigl. 300 Alben wurden gekauft, 200 sind schon weggegangen. Ein Album kostet bei Rewe fünf Euro, zwei Euro davon fließen an die Feuerwehr, die mit dieser Aktion Mitgliederwerbung betreibt. Deshalb der Hinweis: Dienstags um 18 Uhr trifft sich die Jugendfeuerwehr. Neulinge sind willkommen.

Nicht selbstverständlich ist, dass bei einem Stadtfest die Stadt selbst mit einem Stand vertreten ist. Hinter dem "Haus der Vereine" wurden an diesem Stand Getränke und Leckereien angeboten und Informationen verteilt. "Der Standdienst wird ehrenamtlich von Rathaus-Mitarbeitern in ihrer Freizeit erledigt", betont Son-Marie Klebba, die Mitarbeiterin im Büro des Bürgermeisters ist. Und das Besondere: "Das Geld, das wir einnehmen, wird für die Schwalbacher Tafel gespendet." Besonders am Samstag bildeten sich große Schlangen an den Verkaufsbuden. Die Kinder vergnügten sich am Karussell und beim Bungee-Trampolin. Bundesinnenministerin Nancy Faeser war auf "Heimaturlaub" und begehrte Ansprechpartnerin.

Und der Hit: Mit der Auswahl der Musikgruppen hatten die Organisatoren ein gutes Händchen bewiesen. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Am Freitag Rock und Pop mit "CoolRoxx" auf der Bühne hinter dem "Haus der Vereine" mit zwei stimmgewaltigen Damen, Hardrock mit "Panheadz" gegenüber der "Mutter Krauss", und Oldies und Schlager mit Enzo gegenüber der katholischen Kirche. Am Samstag sorgten dort "Die "Zwoa Spitzbuam" für die volkstümliche Note. "Beyond Darkness" bedienten die Sparte Hardrock, und der Knaller war die Band "Rock'n Roll Roulette" auf der Bühne hinter dem Vereinshaus mit Oldies aus den 50er und 60er Jahren. Da zeigten die Alten, dass sie noch tanzen können wie die Jungen. Dort herrschte wie auf dem gesamten Festgelände Lebensfreude pur. Aber die Angst schwingt immer noch mit. "Hoffentlich bleibt alles so, hoffentlich stürzen wir im Herbst nicht wieder in die nächste Corona-Krise", so ein jung gebliebener Oldie.

Die Feuerwehr möchte mit ihrem Sticker-Sammelalbum auch um Nachwuchs werben.
Die Feuerwehr möchte mit ihrem Sticker-Sammelalbum auch um Nachwuchs werben. © Walter Mirwald

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