Der Beitrag der FES-Schüler beim Wettbewerb des Hessischen Rundfunks "Meine Ausbildung" wurde ausgezeichnet. Von links: Hamide Gül Cinar, Luisa Scherer und Selcan Cal. In der Mitte Lehrer Martin Wehner.
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Der Beitrag der FES-Schüler beim Wettbewerb des Hessischen Rundfunks "Meine Ausbildung" wurde ausgezeichnet. Von links: Hamide Gül Cinar, Luisa Scherer und Selcan Cal. In der Mitte Lehrer Martin Wehner.

Film in Schwalbach gedreht

Sie können stolz auf ihre Leistung sein

  • vonDavid Schahinian
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Friedrich-Ebert-Schüler beim HR-Wettbewerb in der Kategorie "Beste schauspielerische Leistung" nominiert. Sie können auf weitere Preise hoffen.

Schwalbach -Emma und ein Ausbildungsplatz in der angesagten Dance School "Black and Gold"? Die und tanzen? "Boah, wie peinlich", sagt eine Gruppe von Mitschülern. Was folgt, ist eine Erfolgsgeschichte, wie man sie beispielsweise aus den "Rocky"- Filmen kennt. Unterstützt von Stella, die von Anfang an zu ihr hält, boxt sich Emma durch: bolzt Kondition, übt Tanzschritte bis zur Erschöpfung, gewinnt zunehmend an Selbstvertrauen.

Schließlich steht sie an der Spitze einer sieben Meter hohen Kletterpyramide, Drohnenaufnahmen zeigen ihr souveränes Lächeln in luftiger Höhe. Und tatsächlich: Sie rockt die Prüferinnen bei ihrem entscheidenden Auftritt. Was hat Stella ihr doch gesagt? "Du entscheidest über Deine Zukunft. Nicht Andere."

Weitere Chancen auf Preise

Klingt nach Hollywood, ist aber Schwalbach. Und nicht weniger sehenswert: Mit dem knapp siebeneinhalb Minuten langen Film "Du entscheidest" haben acht Schülerinnen und zwei Schüler der Friedrich-Ebert-Schule (FES) unter der pädagogischen Betreuung von Lehrer Martin Wehner ein Ausrufezeichen gesetzt. Im HR-Wettbewerb "Meine Ausbildung - Du führst Regie" wurden sie in der Kategorie "Beste schauspielerische Leistung" nominiert. Das oberste Treppchen schnappte ihnen zwar das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt weg. Bei der "Visionale" - Hessens ältestem und größtem Jugendmedien-Festival - sowie beim "Flimmer"-Kinder- und Jugendmedienfestival bestehen aber weitere Chancen auf Preise.

Die Urkunde für die Nominierung ist eine schöne Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit der damals noch neunten Jahrgangsstufe. Noch mehr zählen aber die persönlichen Erfahrungen. Zwei Drehtage waren angesetzt und konnten gerade noch durchgezogen werden, bevor der Corona-Lockdown einen Dreh so gut wie unmöglich gemacht hätte. Geschnitten wurde das Material später in einer gemeinsamen Videokonferenz.

Szene bleibt in Erinnerung

"Wir haben uns zunächst überlegt, welche Ausbildungen es gibt und welche Interessen wir selbst haben", erzählt Hamide Gül Cinar, die im Film die Gegenspielerin von Emma mimt. Anschließend wurden die Szenen schrittweise geplant und auch die benötigten Requisiten aufgelistet und besorgt. Die besagte Kletterspinne steht auf dem Hof der Schule, bei den Drohnenaufnahmen konnte die Gruppe auf die Unterstützung von Khalid Asalati, Medienpädagoge und Jugendbildungsreferent beim Main-Taunus-Kreis, zählen.

"Mich hat interessiert, wie es hinter der Kamera aussieht, wie Szenen aufgenommen werden", erklärt Selcan Cal, warum sie sich freiwillig für das Projekt gemeldet hat. Luisa Scherer hat außerdem motiviert, dass die FES bereits in der Vergangenheit mehrmals erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen hat. Sie spielt die Hauptrolle - und setzte sich im Casting gegen zwei Mitbewerber durch. Die Szene an der Spitze der Pyramide ist eine, die ihr in Erinnerung bleiben wird. "Wie eine Riesenbiene" sei die Drohne, teilweise in recht naher Distanz, um sie herumgeflogen.

Die eigene nähere Zukunft ist für die drei Schülerinnen bereits in nahezu trockenen Tüchern. Cinar hat die Oberstufe im Blick, während Cal eine Ausbildung in der Ausländerbehörde in Frankfurt anstrebt. Scherer will nach der Schule eine Tierpfleger-Ausbildung machen. Wie heißt es doch in dem Film? "Du entscheidest über Deine Zukunft. Nicht Andere."

Der Beitrag ist auf der Homepage der Schule unter der Adresse www.fes-schwalbach.de/media thek abrufbar. david Schahinian

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