+
Lehrermangel, Lehrer, Schule, Mangel, Quereinsteiger, Klassenzimmer, Unterricht, Ausfall, Problem, Wort, Schulsystem, Lehrkräfte, Unterricht, Situation, Sachsen, Bildung, Bildungspolitik, unbesetzt, Land, Region, Schulfach, 3d, Unterrichtsversorgung, Unterrichtsausfall, Ersatz, Unterversorgung, Buchstaben, Entwicklung, Schrift, Schultafel, Tafel, Tafelbild, unattraktiv, unbesetzte, Illustration, zu wenig, Gesamtschule, Gymnasium, Hauptschule, Hinweis, Hochschule, Realschule, Schild, Schultafel, studieren, Studium, Symbolik, Text, uni, Zeichen, Symbol

Pflichtstundenzahl erhöht

Lehrer der Albert-Einstein-Schule fordern Entlastung

  • schließen

Überlastete Lehrer aufgrund von Lehrermangel – das ist überall ein Thema. Nun schlägt das Kollegium der Albert-Einstein-Schule Alarm und fordert Entlastung. Doch die Antwort des Kultusministeriums lässt auf sich warten.

Das Kollegium der Albert-Einstein-Schule (AES) hat bereits Ende April einstimmig beschlossen, eine Überlastungsanzeige zu erstellen. Adressiert wurde sie an den Hessischen Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Die Lehrer des Schwalbacher Gymnasiums beklagen in dem Schreiben eine Arbeitsverdichtung, die unter anderem durch die Erhöhung der Pflichtstundenzahl von 23 auf 26 Wochenstunden Unterricht, die höchste Zahl im Ländervergleich, und eine deutlich gestiegene Zahl von Zusatzaufgaben zurückzuführen sei. Eine Folge: Der ehemals niedrige Krankenstand an der AES sei sukzessive angestiegen, lässt die Schulgruppe der in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) organisierten Lehrer jetzt in einem offenen Brief wissen. Ihr Sprecher Andreas Stähler beklagt darin zudem: „Eine Antwort des Ministers steht bis heute aus.“

Ein Sprecher des Kultusministeriums sagt dazu auf Kreisblatt-Anfrage, dass derartige Schreiben normalerweise zunächst an die Staatlichen Schulämter weitergeleitet würden. Sie seien näher dran am Schulalltag und könnten gemeinsam mit der Schule schauen, wo und wie Entlastung geschaffen werden könnte.

Die Schule habe auf Initiative der Schulleiterin einige interne Maßnahmen umgesetzt. Der Personalrat habe aber darauf bestanden, die Überlastungsanzeige der AES an den Kultusminister weiterzuleiten. „Erreicht hat sie uns erst vor 10, 14 Tagen“, so der Sprecher, der versichert: „Die Schule kriegt von uns selbstverständlich eine Antwort.“ In welcher Form, sei aber noch nicht entschieden.

Schulleiterin Anke Horn bestätigt ebenfalls auf Anfrage, dass Maßnahmen, die der Entlastung dienen sollen und auf Schulebene angegangen werden können, in der Umsetzung seien. Horn nennt ein neues Oberstufenmodell, ein digitales Schulportal und die Einrichtung eines Ruhe-Raumes für Lehrer. Es gebe aber eben auch Entlastungsmöglichkeiten, die weder in der Macht einer Schule noch eines Schulamtes stünden.

So sei etwa die Korrektur-Belastung in Hessen extrem hoch, da nur hier in jedem Fach Klausuren geschrieben würden. „Das kann aber nur ein Kultusministerium ändern.“ Die ganz neue Nachricht, dass es für die Betreuung von Referendaren ab Februar als Anerkennung eine Entlastungsstunde wöchentlich geben soll, kann die AES-Direktorin nur begrüßen. „Diese Forderung gibt es schon Jahrzehnte.“ Gut sei auch die Schaffung von zusätzlichen Sozialarbeiter-Stellen für die Unterrichtsbegleitende Unterstützung (UBUS). „Darauf freuen wir uns.“

Das Kollegium hat in seinem Schreiben aber noch mehr gefordert. Es will unter anderem, dass die Schulleitung für die Mehrarbeit außerhalb des Unterrichts ein größeres Stundendeputat erhält. Die Kürzung der Lehrerzuweisung in der E-Phase der Oberstufe soll zurückgenommen werden. Die Pflichtstundenzahl soll abgesenkt werden und die Obergröße von Klassen, in denen inklusiv beschulte Schüler lernen, gesenkt. Dass die Minister-Antwort bis heute ausstehe, halte die GEW-Gruppe unter den AES-Lehrern für eine „Missachtung uns und unserer Arbeit gegenüber“. Sie erwarte, dass die Probleme über den aktuellen Wahlkampf hinaus „wahr- und ernstgenommen“ werde, so der Brief.

(babs)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare