Soziales Projekt

Mehr Zeit für Gespräche und Betreuung

  • vonBarbara Schmidt
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Größeres Angebot für hilfsbedürftige Menschen: Die Evangelische Kirche fördert ab sofort das soziale Dienstleistungs-Projekt „Hanna*S Dienste“.

Das Angebot erweist sich wachsender Beliebtheit, nun kann es sogar ausgeweitet werden: „Hanna*S Dienste“ sind haushaltsnahe und soziale Dienstleistungen, die hilfebedürftigen Menschen ermöglichen wollen, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Das Projekt gibt es schon seit 2013. Dabei arbeiten die Diakoniestation Eschborn-Schwalbach und das Eschborner Mehrgenerationenhaus eng zusammen. Mehr als 55 Seniorenhaushalte nehmen bereits „Hanna*S Dienste“ in Anspruch. Angefangen hat man mit einer einzigen Mitarbeiterin, mittlerweile sind zwölf Menschen für das Angebot im Einsatz. Größtenteils seien diese in Teilzeitstellen beschäftigt, erläutert Koordinatorin Elisabeth Knirim. Eine geringfügig Beschäftigte und auch Ehrenamtliche mit wenigen Stunden Einsatzzeit gibt es aber auch.

Knirim freut sich, dass das Angebot jetzt ausgeweitet werden kann. Möglich wird das durch eine Förderung durch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die dafür drei Jahre lang Geld zur Verfügung stellt. 43 900 Euro sind es für 2016. Die EKHN fördert insgesamt sogar 28 regionale Initiativen der Gemeinwesenarbeit, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen wollen. Das passiert unter dem Stichwort „DRIN“, einer Abkürzung für „Dabei sein, Räume entdecken, initiativ werden, Nachbarschaft leben.“ Elisabeth Knirim findet es „toll, dass wir jetzt ein DRIN-Projekt sind“, denn so könnten nun auch Schwalbacher von „Hannah*S Diensten“ profitieren. Wer also jemanden braucht, der mal einen Weg mit ihm macht, weil er sich das allein nicht mehr zutraut, der Zeit für ein Gespräch hat, oder die Betreuung eines Dementen für ein paar Stunden übernimmt, der ist bei Knirim an der richtigen Adresse. Ist eine Pflegestufe bewilligt, können die Dienstleistungen über die Pflegekasse abgerechnet werden. Wer sie privat zahlen möchte, ist pro Stunde mit 19,80 Euro plus Anfahrtspauschale (4,83 Euro) dabei. Menschen mit niedrigem Einkommen können eine Kostenübernahme beantragen.

„Seit einiger Zeit haben wir auch Gutscheine. Die sind ein wirklich sinnvolles Geschenk“, sagt Knirim. Wer Interesse hat oder weitere Informationen möchte, erreicht Elisabeth Knirim unter Telefon (0 61 96) 954 75 17 oder 0 175-81 19 117 oder unter elisabeth.knirim@eschbornhaus.de per E-Mail.

(babs)

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