Neu, schön und lichtdurchflutet: Die Leitung im Schulkinderhaus III an der GSS übernimmt Claudia Hartmann.
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Neu, schön und lichtdurchflutet: Die Leitung im Schulkinderhaus III an der GSS übernimmt Claudia Hartmann.

Geschwister-Scholl-Schule

Schulkinderhaus III ist fertiggestellt

  • vonKristiane Huber
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Hausaufgabenbegleitung, Mittagessen und Freizeitangebote: Die Betreuung startet am 22. März mit 80 Grundschülern.

Schwalbach -Als knallroter Farbtupfer ist das neue Schulkinderhaus III auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) nicht zu übersehen. Aus 50 farbenfrohen Containern wurde ein Haus für Kinder gebaut, weil die Grundschülerbetreuung an der GSS immer mehr Plätze erfordert. Das Gebäude, mit dessen Planung im Februar 2020 begonnen worden war, ist nun fertiggestellt. Die ersten Container waren im Oktober 2020 spektakulär per Kran auf das Gelände gehievt worden. Ab dem 22. März können hier - zur Zeit Corona-gerecht - bis zu 80 Grundschüler in vier Gruppen, um Mittagessen, Hausaufgabenbegleitung und Freizeitangebote wahrzunehmen. Eine Tischtennisplatte und ein Fußballkicker sowie etliches Mobiliar sind schon da.

Drinnen ist das Schulkinderhaus III hell und lichtdurchflutet durch lange Fensterfronten - Rollläden und Schutzjalousien sind gegen die Sommerhitze aber ebenso vorhanden. Auf den 570 Quadratmetern Nutzfläche sind im Erdgeschoss eine gastronomische Groß- und Profiküche vorhanden, auch der Essbereich und Sanitär- und Funktionsräume sind dort angesiedelt. Im Obergeschoss ist das Reich der Kinder: Eine großzügige Gesamtfläche ist entstanden, auf der bei Bedarf multifunktional auch separate Räume geschaffen werden können.

"Pakt für den Nachmittag"

"Wir haben zur Zeit mit dem Schulkinderhaus III die modernste Kinderbetreuungseinrichtung im gesamten Main-Taunus-Kreis nach allen zeitgemäßen Standards", betont Bürgermeister Alexander Immisch (SPD) bei einer Ortsbegehung mit der Presse. Immisch prophezeit, dass das neue Schulkinderhaus nicht nur Interimslösung ist, sondern in einen künftig angestrebten Ganztagsbetrieb der Schule integriert werden könnte. Die Profi-Küche ist bereits für den Mensa-Bereich einer Schule ausgelegt. Der Main-Taunus-Kreis (MTK) geht diesen Weg und übernimmt sukzessive die Schulkinderbetreuung - angekoppelt an das Programm "Pakt für den Nachmittag" zwischen dem Land Hessen und dem MTK als Schulträger. Die GSS hinkt bei diesem Prozess massiv hinterher. Das Schulkinderhaus III ist noch in städtischer Regie, aber bereits auf kreiseigenem Schulgelände gebaut.

Die zweite Schwalbacher Grundschule, die Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) ist dagegen so weit fortgeschritten, dass dort der MTK die Grundschülerbetreuung ab dem August 2021 übernimmt. Die Leitung im Schulkinderhaus III an der GSS werden Claudia Hartmann und ihre Stellvertreterin Tanja Burbach übernehmen, die derzeit noch das Schulkinderhaus an der GKS bis zur Übergabe an den MTK mitführen.

2,5 Millionen Euro wurden investiert

Claudia Hartmann betont, dass der Kontakt zur Schulleitung und den anderen GSS-Schulkinderhäusern bestens läuft. Das Schulkinderhaus-Thema war ein großes Politikum, bei dem es im Streit nicht um die Notwendigkeit einer weiteren Betreuungseinrichtung ging, sondern lediglich um den Standort. Bis zu einem Bürgerentscheid führte das Ganze. Wobei eine Bürgerinitiative ein Mega-Schulkinderhaus für die GSS auf dem benachbarten städtischen Grundstück Am Erlenborn bauen wollte: Alle GSS-Schulkinderbetreuungs-Dependance sollten aufgelöst werden und darin aufgehen, und weitere Plätze sollten dort nach Meinung der Initiatoren geschaffen werden. CDU und Grünen unterstützten das.

Die SPD/FDP-Koalition setzte sich mit der jetzt geschaffenen Lösung durch. Das städtische Grundstück Am Erlenborn sei frei für die dringend benötigte weitere Wohnbebauung, so ihr Argument. Nur die Dependance "Schulbank" wird aufgelöst. 2,5 Millionen Euro wurden in das Schulkinderhaus III der GSS investiert. Der Kostenrahmen wurde eingehalten. Der Baugrund und die Enge auf dem Schulgelände sorgten jedoch für Zeitverzögerungen, ebenso führten Nachbesserungswünsche der Stadt dazu. Bauamtsleiterin Heike Jahn und die Architektin Isabelle Spies haben für das Projekt ihre ganze Kompetenz gebraucht.

"Ich wäre hier selbst gerne Kind und würde im Schulkinderhaus III betreut werden", sagt Bürgermeister Alexander Immisch. Der dreifache Vater kennt die Schule gut und war früher im Elternbeirat.

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