Prozess am Landgericht Frankfurt

Schwalbach: Freisprüche im Vergewaltigungsprozess

  • vonMatthias Gerhart
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Gutachterin stellt Glaubwürdigkeit des Opfers in Frage

Schwalbach/Frankfurt -Mit Freisprüchen der vier Angeklagten ist der Prozess um eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) zu Ende gegangen. Das Landgericht Frankfurt bestätigte dies. Die Urteilsverkündung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein weiterer Angeklagter war bereits im März dieses Jahres freigesprochen worden. Die angebliche Tat soll sich im September 2011 "abgespielt" haben.

In zwei Prozessen hatten sich die zur Tatzeit zwischen 15 und 18 Jahre alten Angeklagten zu verantworten. Bei dem Vorfall soll es in der Holzhütte des Schiffspielplatzes zu verschiedenen sexuellen Kontakten zwischen ihnen und der damals 38 Jahre alten Frau gekommen sein. Die Angeklagten hatten jede Gewalt stets bestritten und die Kontakte als "einvernehmlich" bezeichnet. Der erste Prozess war 2018abgebrochen worden, weil eine Gutachterin die Glaubwürdigkeit der die Angeklagten belastenden Aussage der Frau untersuchen sollte. Nach dem Ergebnis des Gutachtens war eine Verurteilung der Männer nicht mehr möglich. Auch die Staatsanwaltschaft hatte auf Freispruch plädiert. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. ge

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