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Spatenstich für sechs neue Klassenräume

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Von: Juliane Schneider

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Da kam Freude auf: Schulleiterin Anke Horn (von links), Landrat Michael Cyriax, Oliver Kummert (Architekt und Geschäftsführer der Baufirma FME GmbH), Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes Peter Wesp, Angela Weinhold (Vorsitzende des Schulelternbeirats), Schulsprecher Clemens Bock und sein Stellvertreter Yannick Weigelt und stellvertretender Schulleiter Markus Holz beim Spatenstich.
Da kam Freude auf: Schulleiterin Anke Horn (von links), Landrat Michael Cyriax, Oliver Kummert (Architekt und Geschäftsführer der Baufirma FME GmbH), Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes Peter Wesp, Angela Weinhold (Vorsitzende des Schulelternbeirats), Schulsprecher Clemens Bock und sein Stellvertreter Yannick Weigelt und stellvertretender Schulleiter Markus Holz beim Spatenstich. © Juliane Schneider

Der Platz wird dringend benötigt: Arbeiten für den Erweiterungsbau der Albert-Einstein-Schule haben nun begonnen.

Schwalbach -Hoch ragt der gelbe Kran über das braun-rote Gebäude der Schwalbacher Albert-Einstein-Schule. Hinter dem Gymnasium stehen ein Bagger und Container für die Mitarbeiter eines Bauunternehmens, die dort im Laufe der nächsten Monate einen zweigeschossigen Erweiterungsbau mit sechs zusätzlichen Klassenräumen errichten. Wenn Witterung und Lieferungen es zulassen, könnte bereits Ende des Jahres ein ganzer Schuljahrgang das neue Gebäude beziehen.

Wie nötig der neue Platz gebraucht wird, schildert Rektorin Anke Horn beim offiziellen Spatenstich, zu dem Vertreter der Schule, des Kreises und der Bauleitung am Mittwoch zusammengekommen waren, dazu Eltern- und Schülersprecher. Die Zahl der Schüler habe sich seit dem vergangenen Jahr um 150 auf rund 1600 erhöht. "Vor allem die Oberstufe ist stark gewachsen", so die langjährige Schulleiterin, die sich für den Gang auf die Baustelle mit zünftigen Gummistiefeln ausstaffiert hat.

Klimatechnisch auf dem neuesten Stand

Platz benötige man auch für die vielen anderen Aktivitäten. So sei die Schule inzwischen ganztägiger Aufenthaltsort, mit einer Nachmittagsbetreuung, verschiedenen Fördermaßnahmen und AGs. Vor Corona habe man außerdem 400 Mittagessen pro Tag ausgegeben. Geplant sei zudem eine zweite Intensivklasse für die aus der Ukraine Geflüchteten, in der Deutsch als Fremdsprache unterrichtet werden soll. So sei man dankbar, bald auf das neue Gebäude ausweichen zu können, auch dass die Räume mit mehr als 60 Quadratmetern geräumiger seien als manch anderer Raum im Altbau. Jetzt wünsche man sich nur noch eine neue Turnhalle, denn um alle Schüler in Sport unterrichten zu können, müsse man für 26 Sportstunden pro Woche die Hallen anderer Schulen in Anspruch nehmen.

Auch Landrat Michael Cyriax freut sich, dass der Bau des Erweiterungsgebäudes nun gestartet ist. Durch eine Photovoltaikanlage und Passivbauweise sei es klimatechnisch auf dem neusten Stand. Im Inneren könnten sich die Schüler auf moderne Arbeitsplätze mit ausreichend Ladestationen freuen, womit man neuen digitalen Anforderungen gerecht werde. Verzichten müsse man leider auf den ursprünglichen Plan eines Holzbaus. Zu teuer sei inzwischen das Holz.

Auf das neue Gebäude freut sich auch Abiturientin Alice Nöltgen. Inzwischen werde neben dem Musikraum sogar der Computerraum als Klassenraum genutzt. Manchmal müsse man aus anderen Räumen spontan Tische und Stühle organisieren. Dem Platzmangel sei zuletzt sogar der beliebte Oberstufenraum mit der gemütlichen Couch zum Opfer gefallen, erzählt die 18-Jährige. Rückzugs- und Lernraum der älteren Schüler in ihren Freistunden.

Bund stellt doch Mittel zur Verfügung

Sie selbst werde durch ihren baldigen Schulabschluss zwar nicht mehr in den Genuss kommen, das neue Gebäude zu nutzen. "Ich komme dann aber gerne vorbei", sagt sie. Super findet sie, dass das Haus klimafreundlich errichtet werde. "Wir sind ja eine Umweltschule." In den kommenden Monaten werden die Lehrkräfte allerdings ein bisschen Kreativität beweisen müssen, um mit dem Baustellenlärm umzugehen, von dem besonders die naturwissenschaftlichen Räume am Rande betroffen seien, an denen die vollbeladenen Lastwagen vorbeifahren. Genau geplant werden müsse vor allem, dass das Abitur störungsfrei verlaufe, so der stellvertretende Schulleiter Markus Holz, der vonseiten der Schule die Bauarbeiten betreut.

Knapp vier Millionen Euro investiert der Main-Taunus-Kreis in die Erweiterung. Rund 258 000 Euro stammen aus Bundeszuschüssen, mit denen energieeffizientes Bauen gefördert wird. Um diesen Betrag hatte man fürchten müssen, als der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, das Förderprogramm Ende 2021 kurzfristig gestoppt hatte. Der Bund habe die Mittel aber nun doch bereitgestellt, genau wie für den Erweiterungsbau der Eschborner Heinrich-von-Kleist-Schule.

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