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Tennis

Starker Tennis-Nachwuchs

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Gleich zwei Tennis-Talente aus Schwalbach räumten bei den diesjährigen Hessenmeisterschaften ab. Ein weiblicher und ein männlicher Titel gingen dabei auf die Kappe des TC Schwalbach.

Bei den Hessenmeisterschaften der Jüngsten setzte sich Isabel Hahn in der U 11-Konkurrenz sensationell durch. „Sie hat alle Matches mit 6:0, 6:0 gewonnen“, staunte auch Trainer Abdi Saleh nicht schlecht, „so etwas gibt es nur alle zehn Jahre einmal.“ Auf der Sandplatzanlage von TEC Darmstadt startete Hahn mit einem perfekten Achtelfinale gegen Leni-Zoe Neuber aus Lämmerspiel. In der Runde der besten Acht bekam sie es dann mit Lokalmatadorin Charlotte von Keussler zu tun. Auch der Darmstädterin setzte Hahn die in Tennis-Kreisen denkbar unbeliebte Brille (6:0, 6:0) auf. In der Vorschlussrunde widerfuhr der Dietesheimerin Juli Bäck das gleiche Schicksal und auch Amira Keil aus Nauheim, die ihr Halbfinale noch mit 6:1, 6:1 souverän gewonnen hatte, musste mit einer 0:6, 0:6-Finalniederlage den Sandplatz abziehen. „Isabel ist ein großes Talent das in Schwalbach und auch im Bezirkskader trainiert“, erklärte Saleh. Trotz des herausragenden Triumphs wollte der Coach nicht verschweigen, dass mit Sarah Hamzic die ärgste Konkurrentin von Hahn in diesem Jahr nicht angetreten war. „Bei den letzten Meisterschaften war Isabel auch im Finale, hat dort aber gegen sie verloren.“ Die Leistung der jungen Schwalbacherin sollte diese Randnotiz aber nicht schmälern.

Genau wie der Auftritt von Aryan Saleh bei den Jugendhessenmeisterschaften in Wiesbaden. Der 13-jährige Sohn von Tennistrainer Abdi Saleh gewann als topgesetzter Spieler seinen insgesamt schon fünften Titel auf Landesebene. „Aryan ist aktuell sehr gut drauf“, verriet sein Vater und Förderer. Eine Woche vor der Meisterschaft in der hessischen Landeshauptstadt hatte der junge Saleh bei den Deutschen Meisterschaften aufgetrumpft indem er zwei gesetzte Spieler aus dem Turnier warf und in der Runde der besten Acht erst gegen den späteren Finalisten Lenn Lümkemann aus Hannover in drei Sätzen scheiterte.

Das Aus im Viertelfinale störte den topfitten, ehrgeizigen und vor allem mit einem druckvollen Aufschlag und einer peitschenden Vorhand ausgestatteten Schwalbacher zwei Wochen später nicht mehr. Im Achtelfinale gegen Matthev Zierenberg aus Kassel siegte Saleh mit 6:1, 6:1. Auch das Viertelfinale gegen den Lucas Nitschke vom TC RW Giessen stellte für den Hoffnungsträger aus dem Main-Taunus-Kreis kaum ein Problem dar – 6:0, 6:4. Im Halbfinale sicherte er sich durch einen 6:4, 6:1-Sieg gegen den Darmstädter Leif Clerc den Einzug ins Endspiel.

Dort kam es zum Showdown mit der Nummer zwei der Setzliste, Alexander Fluck. Dieser war durch einen denkbar knappen 6:3, 4:6, 10:8-Erfolg ins Finale gekommen und schien dort dann keine Kraftreserven mehr mobilisieren zu können. Nach dem 6:1, 6:3 durfte sich Saleh feiern lassen. „Das war nach der letztjährigen Hessenmeisterschaft bei den U 13-Junioren und dem U 14-Titel in der Halle schon der dritte Triumph in Folge“, lobte Abdi Saleh seinen Sprössling. Dass dieser als Fernziel „Tennisprofi werden“ angibt, beunruhigt den Vater nicht wirklich. „Er soll erstmal sein Abitur machen und wenn er das dann immer noch möchte, können wir über College-Tennis in den USA in Verbindung mit einem Studium oder Ähnliches sprechen.“ Bis dahin haben die Schwalbacher Aryan Saleh, sein Trainer-Vater und die noch jüngere Isabel Hahn aber noch viel Zeit.

(awo)

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