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Bestens gelaunt mit Sonne im Herzen und Sonnenblumen im Haar: Die Mitglieder der Schwalbacher Kerbegesellschaft.

Umzug in Schwalbach

Süßes, Sonne und so viel Spaß: 41 Zugnummern sorgen für beste Laune

Die Schwalbacher können Fassenacht. Der närrische Umzug der TCC Pinguine eröffnete bei strahlendem Sonnenschein die fünfte Jahreszeit auf der Straße. Die bunten Wagen begeisterten alle Zuschauer am Straßenrand. Im Anschluss feierten die Narren gemeinsam am „Iglu“.

Der zwölfte Fastnachtsumzug der Schwalbacher Pinguine ist auch in diesem Jahr wieder ein Riesenerfolg. Die stressige Vorbereitung war vergessen, die Mühen der Narren wurden von Gott Jokus mit strahlend blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen belohnt. „Das haben sie sich auch verdient“, ist die einhellige Meinung der Schwalbacher Zaungäste, die vom Straßenrand das bunte Treiben verfolgen.

Die Pinguine des Tanzsport- und Carneval Clubs Schwalbach haben auch diesmal alles perfekt vorbereitet. Nicht nur vom eigenen Verein versammeln sich weit über hundert Narren. Auch befreundete Vereine aus nah und fern zeigen mit bunt geschmückten Anhängern oder dank guter Guggenmusik, wofür Fastnacht steht.

Mit bester Laune, Gemeinschaft und viel Spaß schlängelt sich der Umzug gut viereinhalb Kilometer durch die Straßen und Gässchen Schwalbachs. Mit reichlich Naschwerk, Kuscheltieren und Salzgebäck verwöhnen 41 Zugnummern die jüngsten Besucher. Kleine Werbepräsente und Getränke erfreuen die älteren Narren am Straßenrand.

„Wir sind heute mit über 80 Gardemädchen am Start“, weiß Zugmarschall Bernd Kreiner von den Pinguinen zu berichten. Trotz des großen Andrangs behält er gemeinsam mit Standartenträger Bernd Dörfler den Überblick und sorgt für den koordinierten Ablauf.

Die Garden der Pinguine zeigen in blau, weiß und roten Uniformen ihre neusten Schrittfolgen. Muttis und ihre Sprösslinge haben in flauschigen Pinguinkostümen kurzerhand die Winterschlitten sommertauglich gemacht. Mit Rollen an den Kufen ziehen sie die Kleinen im Tross hinter der Garde her.

Auch mit von der Partie: Der Ballsportclub Schwalbach, kurz BSC genannt. Die Fußballer machen jedes Jahr am Schwalbacher Umzug mit. Gut 40 Frauen und Männer feiern zu Fuß oder im Wagen. „Wir haben gut 100 Kilo Wurfwerk dabei“, macht BSC-Chef Richard Peters Appetit auf Kamellen und Co.

Nicht minder gut bestückt ist die Schwalbacher Kerbegesellschaft. Mit Sonne im Herzen, goldenem Apfelwein im Glas und Blumenschmuck im Haar versprühen sie gute Laune und freuen sich auf den bunten Nachmittag. „Na klar gehen wir im Anschluss noch zur After-Umzugs-Party“, rufen sie fröhlich vom Wagen herab.

Während die große Sause früher noch im Bürgerhaus stattfand, ist sie dieses Jahr erstmals draußen am Vereinshaus „Iglu“ in der Schulstraße. Versteht sich, dass spätestens dort das Eis zwischen allen feierfreudigen Fassenachtern unter der Sonne schmilzt.

Mit Kanonenschlag und Hexenzauber reiht sich der „Country und Western Club Sulzbach“ hinter den schwarz roten Hexenkessel von „Elas Herberge“ aus Eschborn. Musikalisch begleitet von den „Firebirds“ aus Okriftel, der „Hofemer Streetband“ und den „Nodefuddeler“ aus Bad Ems, ist Feiern ein Leichtes.

Aus Mainz Kastell sind die Musikanten „Kastellum“ mit ihren gelb-schwarz gekleideten Cheerleadern am Start.

Der Kappenklub Niederhöchstadt zieht in schnittigen Schritten durch die staunende Menge. Mädels in kurzen Röcken, blonden Perücken und Gardehüten zeigen viel Bein. Jungs in adretter Uniform bereichern die Szenerie mit großem Knall aus der eigens mitgebrachten stilechten Kanone.

Die große After-Party am Iglu ist bestens besucht. Dicht gedrängt zeigen sich Pinguine neben Cowboys, Kerbeborsch neben Kerbemädels. Die Laune ist bombig. Schwalbach weiß wie man feiert. Zugmarschall Bernd Kreiner und die Jungs vom Elferrat sind zufrieden. Auch in diesem Jahr begrüßte man die närrische Straßensaison mit viel Glitzer, Samt, Süßem und vor allem Sonnenschein.

von ESTHER FUCHS

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