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Ute Werner packt die Umzugskiste aus. Ihr neuer Arbeitsplatz ist der Chefsessel des Jugendamts. Erfahrung in Sachen Jugend hat sie indes bereits gesammelt: 18 Jahre lang hat sie die ?Schülerhilfe? organisiert.

Neue Führung

Ute Werner ist neue Chefin des Jugendamts

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In Schwalbachs Schullandschaft kennt sich Ute Werner aus. Nun startet die 55-Jährige nochmal durch und will als Nachfolgerin der bisherigen Jugendamtsleiterin Gabriele Straka viel bewegen.

Mit Ute Werner übernimmt Anfang April eine gestandene Fachfrau die Führung des städtischen Jugendamtes, die in Schwalbach bestens bekannt ist. Als pädagogische Leiterin der „Schwalbacher Schülerhilfe“ ist sie bisher schon für das Rathaus tätig. Sie weiß daher viel über die Schwalbacher Schulen, ebenso wie über die Situation der Familien, der Kinder und Jugendlichen in der Stadt, von denen sie viele persönlich kennt.

Die „Schülerhilfe“ ist ein Angebot der Stadt, bei dem Ute Werner als Hauptamtliche derzeit den Einsatz von 25 ehrenamtlichen Kräften an der Friedrich-Ebert-Schule und den beiden Grundschulen koordiniert, den Kontakt zu den Schulen hält, und vielen Schülern und ihren Familien direkt begegnet. Die „Schülerhilfe“, die ursprünglich von der Limesgemeinde initiiert wurde, beinhaltet eine breite soziale Förderung, die weit über die Erledigung der Hausaufgaben hinausgeht.

Ute Werner kennt sich also aus in Schwalbach und im Schwalbacher Rathaus. Seit 18 Jahren organisiert sie die „Schülerhilfe“, seit zehn Jahren ist sie interne Frauenbeauftragte der Stadtverwaltung. Ute Werner ist nun auch der neue Kompagnon von Brigitte Wegner, die das Sozialamt leitet. „Das Jugend- und Sozialamt ist unser größtes Amt mit den meisten Mitarbeiter und den vielfältigsten aktuellen Aufgaben, daher hat sich die gesplittete Amtsführung bewährt, die wir beibehalten“, sagt Bürgermeisterin Christiane Augsburger.

Die bisherige Jugendamtsleiterin Gabriele Straka hat mit 64 Jahren ihr aktives Berufsleben beendet. Ute Werner, 1962 in Mainz geboren, startet in erfahrenem Alter als neue Amtsleiter jetzt noch mal richtig durch. „Es ist ein großes Amt, das immer in Bewegung ist und pulsiert, weil es so nah an der Lage und an den Bedürfnisse der Menschen ist“, sagt Ute Werner selbst. Das reizt sie, dieser Herausforderung will sie sich stellen. Die Fußstapfen von Gabriele Straka sind groß, das weiß sie. „Alles Bisherige über den Haufen werfen, werde ich nicht. Vieles ist gut, ausbaubar und optimierbar. Ich fange mit einer Bestandsaufnahme an. Ich habe aber durchaus eigene Schwerpunkte“, kündigt sie an.

„Wir müssen uns verstärkt aktiv darum kümmern, Kinder und Jugendliche zu erreichen. Angebote zu machen, ist gut, aber abzuwarten, ob sie jemand annimmt, reicht oftmals nicht aus“, sagt Ute Werner. Sie setzt auf verstärkte

Kommunikation

mit den jungen Schwalbachern. „Kindern und Jugendlichen muss es bewusster werden, dass sie beispielsweise über die Schulsozialarbeiter, die Streetworker oder direkt bei uns im Rathaus Ideen und Sorgen mitteilen können, um die wir uns als Stadt kümmern“, sagte Ute Werner. „Und es wird Teil meiner Agenda bleiben Kinder und Jugendliche mit besonderem Bedarf sozial zu unterstützen und schulisch zu fördern. Bildung und soziales Lernen sind enorm wichtig. Die besondere Förderung von Mädchen halte ich für notwendig“, sagt Ute Werner. Ute Werner hat als gebürtige Mainzerin, die in Wiesbaden und in Aarbergen bei Bad Schwalbach aufgewachsen ist, ihr Studium als Diplom-Pädagogin in Frankfurt absolviert. Als Kind der Region hat es sie aber dennoch in die weite Welt hinausgezogen. Auch Ethnologie war eines ihrer Studienfächer und es war mit Aufenthalten in der Türkei und Ägypten verbunden. Ethnologie ist auch heute immer noch eines ihrer besonderen Interessen. Seit den 80er Jahren lebt Ute Werner mit ihrer Tochter in Frankfurt.

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