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Willkommen in der Kita „Schwalbennest“

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Von: Juliane Schneider

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Hell und geräumig: Regina Rosenthal, Leiterin der DRK-Kita „Schwalbennest“ (links), und Erzieherin Sumia El-Haddaoui spielen mit den Kleinen in den neuen Räumen.
Hell und geräumig: Regina Rosenthal, Leiterin der DRK-Kita „Schwalbennest“ (links), und Erzieherin Sumia El-Haddaoui spielen mit den Kleinen in den neuen Räumen. © Juliane Schneider

Der Neubau des Deutschen Roten Kreuzes in der Frankenstraße 38 a ist bezogen. Es gibt Platz für 50 Kinder.

Schwalbach -Die geräumige Turnhalle finden die Kinder am allerschönsten. Mit den weichen Riesen-Bauklötzen in orange und grün können sie richtig hohe Türme und Häuschen bauen. Kita-Leiterin Regina Rosenthal freut sich auch über den „Chaosraum“, den kleinen Nebenraum, in dem Matten und Sportgeräte verstaut werden, so dass die Fläche im Hauptraum zum Toben frei bleibt. Gerade erst ist sie mit 22 Kindern und sieben Fachkräften vom Provisorium nebenan ins nagelneue Domizil in der Frankenstraße 38 a umgezogen. Dorthin, wo ursprünglich der Container des Naturkindergartens stand.

Jetzt nennen sie sich „Schwalbennest“, angelehnt an den Namen der Stadt. Passend haben sie auch die Gruppen umbenannt. Statt Blau und Rot heißen sie jetzt Eulen und Pinguine. „Das haben wir demokratisch abgestimmt“, sagt Leiterin Rosenthal, die vorher kommissarisch den evangelischen Kindergarten in Kelkheim geleitet hatte, bevor sie im Dezember 2021 nach Schwalbach gewechselt war und in der Schlussphase des Neubaus mit vielen Anregungen zum Gelingen der Kita des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beigetragen hat.

Bei der offiziellen Einweihung am Dienstag feiern alle Beteiligten mit. Im Bistro neben der Küche, in dem sonst die Kinder frühstücken und das angelieferte Mittagessen verspeisen, begrüßen die beiden DRK-Geschäftsführer Sabine Mushake und Martin Menke die Gäste und erinnern an den Beginn der Bauarbeiten am 3. September 2021.

Photovoltaikanlage und Fußbodenheizung

Aus dem angedachten Jahr Bauzeit seien zwar 15 Monate geworden. Es sei aber eine „hervorragende Leistung“, lobt Menke. Auf dem Haus in Holzständerbauweise sei eine Photovoltaikanlage der Stadtwerke angebracht, innen eine Fußbodenheizung, ein Vordach sorge für Schatten. Durchdacht seien auch Extras wie die Außentoilette. 1,8 Millionen habe man geplant. Dass man nun knapp über zwei Millionen liege, sei auch den gestiegenen Preisen für Holz und Fenster geschuldet.

„Es hat sich gelohnt, für dieses Ziel zu arbeiten“, sagt Bürgermeister Alexander Immisch. Den Kindern hat er ein Buchgeschenk mitgebracht und wünscht ihnen viel Spaß in ihrem Spieleparadies. Für die gute Zusammenarbeit bedankt sich Architekt Joachim Kulla. Wer möchte, kann jetzt mit Regina Rosenthal die Räumlichkeiten besichtigen. Ausgehend vom geräumigen Spielflur befinden sich auf der Seite neben dem Bewegungsraum die beiden Gruppenräume mit großen Fensterfronten zum Außengelände hin, ein Ruheraum und ein Atelier. Hier soll bald gewerkelt und gemalt werden. Der Boden ist - anders als in den anderen Räumen - mit Fliesen ausgelegt. Am Waschbecken können die Kinder ihre beschmierten Hände reinigen oder Becher zum Malen mit Wasser füllen. Zwischen den beiden Gruppenräumen ist der Sanitärbereich - getrennt durch eine Schiebetür - beidseitig begehbar.

„Die ist ja so klein“, staunen die Besucher über die niedrige Toilette. Das lange Waschbecken ist wie eine Welle geformt. Eine Behindertentoilette ist auf der anderen Seite des Flurs installiert, man warte noch auf einen Wickeltisch. Wickeln wird wohl die Ausnahme bleiben, denn im „Schwalbennest“, das eine Kapazität für 50 Kinder besitzt, sollen Drei- bis Sechsjährige betreut werden.

Lange Warteliste

Durch den beengten Raum des Provisoriums seien derzeit aber nur 22 Kinder in Betreuung, so Rosenthal. Davon seien im Augenblick zwölf erkrankt. Die Warteliste sei aber lang, ab Januar stocke man auf. Bis dahin soll alles seinen endgültigen Platz gefunden haben, sagt sie. Auch in die Räumle auf der anderen Flurseite dürfen die Besucher einen Blick werfen. Dazu gehören neben dem Technik- der Personalbereich mit Büro und Gruppenraum für das Team und das geplante Elterncafé. Hier können sich Eltern auch in der Eingewöhnungsphase aufhalten. Trennwand und Küchenzeile würden noch geliefert. Eine schöne Lösung habe man für die Garderobe gefunden. Sie ist vorgelagert, so dass die Kinder erst gar nicht mit schmutzigen Stiefeln durch das Gebäude laufen.

Eine Linie in leuchtendem Orange markiert den Übergang. Auch wenn die Gruppenräume mit ihren großen Fenstern und Türen direkt zum Außengelände hinführen, solle es eine Ausnahme bleiben, diesen direkten Weg zu wählen. Die Besucher sind von den Räumen und dem Konzept angetan. Beim nächsten Besuch werden die noch kahlen Wände mit Bildern und Bastelarbeiten der Kinder geschmückt sein. Bewusst nämlich habe man sich in der Farbgebung daher zurückgehalten, so Rosenthal.

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