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Marion Weil-Döpel, Vorsitzende des SPD-Ortsverein, mit OB Feldmann und ihren Stellvertretern Michael Wanka und Bülent Aydogan.

Kommunalwahl

Schwanheimer SPD setzt auf „Drei gewinnt“

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Oberbürgermeister Peter Feldmann hat den Genossen in Schwanheim und Goldstein seine tatkräftige Unterstützung für den Kommunalwahlkampf zugesagt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) schätzt den Frankfurter Westen – das hat er zumindest schon häufig betont und will es in diesem Jahr unter anderem mit vermehrten Besuchen untermauern: Er sagte seinen Schwanheimer Genossen zu, sie in diesem Jahr mit Rundgängen zu unterstützen, bei denen er Privat- und Geschäftsleute aufsuchen und mit ihnen ins Gespräch kommen wolle. Seine Parteifreunde nahmen die Ankündigung bei ihrem Neujahrsempfang erfreut auf. Verständlich: Sie hoffen, von dem sozialdemokratischen Stadtoberhaupt und seiner Popularität im Kommunalwahlkampf profitieren zu können. „ ,Drei gewinnt‘ muss die Formel sein“, verkündete Michael Wanka, der stellvertretende Ortsvorsitzende im Ortsbeirat 6. So möchte die SPD Schwanheim-Goldstein der Stadtverordneten Marion Weil-Döpel erneut einen Platz in der Stadtverordnetenversammlung sichern und Wanka am liebsten auf dem Posten des Ortsvorstehers im Ortsbeirat 6 sehen. Als Drittes setzen die Schwanheimer und Goldsteiner Sozialdemokraten auf eine neue Nachwuchskraft: Die 25-jährige Natasa Stojanovic soll einen weiteren Sitz im Ortsbeirat erringen und damit die Schwanheim und Goldsteiner sowie die Themen des gesamten Frankfurter Westens im Sinne ihrer Genossen voranbringen.

Geplagt sehen sich die Schwanheimer und Goldsteiner von der Verkehrssituation: Die Belastung der Anwohner der Rheinlandstraße könne aus Sicht der SPD nur mit dem schon lange anvisierten durchgängigen Tempo 30-Gebot minimiert werden, wie Michael Wanka gegenüber dem Kreisblatt betonte. Marion Weil-Döpel hob zudem den stark frequentierten Tannenkopfweg in Goldstein hervor. „Die Siedlung ist auf diese Massen nicht eingerichtet“, so die Stadtverordnete.

Gerne würde die SPD zudem sehen, wenn die drei ortsnahen Waldwege saniert würden. Gerade für Gehbehinderte und Menschen mit Kinderwagen seien sie schlecht zu nutzen, meint Wanka.

Ein spezifisches Schwanheimer Thema sprach der OB bei seiner Rede zum Neujahrsempfang nicht an. Er unterstrich vielmehr die positiven Einflüsse, die die Internationalität Frankfurts seit Jahrhunderten auf die Mainmetropole gehabt habe. Zudem betonte er seine Dauer-Themen: Wohnen, Arbeit und Wirtschaftskraft. Wobei gerade bei letzterem der Frankfurter Westen viel zu bieten habe. Schließlich erbringe eines der im Industriepark Höchst angesiedelten Unternehmen mehr Gewerbesteuer als die Banken, sagte er mit Blick auf den Arzneimittelhersteller Sanofi-Aventis. Zum Thema Schaffung von neuem Wohnraum betonte er: „Wir dürfen den Leute keine Angst machen.“ Feldmann kritisierte, dass etwa das Wort Trabantenstadt negativ verwendet würde. Dabei hätten der Frankfurter Westen und die Stadtteile im Norden auch einst als Trabantenstädte gegolten, sagte er. Der Oberbürgermeister wehrte sich überdies gegen Vorbehalte aus naturschutzrechtlichen Gründen: Aus seiner Sicht ließe sich etwa im Norden auch eine „ökologische Mustersiedlung“ umsetzen. Als Ziel für den Westen gab der Oberbürgermeister an, die Geschäfte unterstützen zu wollen. „Damit die Leute nicht alle ins MTZ gehen“, sagte er.

Wie ihr Unterliederbacher Parteifreund Hubert Schmitt, Vorsitzender der SPD im Ortsbeirat, plädieren übrigens auch Weil-Döpel und Wanka gegen die von den Grünen kürzlich vorgebrachte Idee, den Ortsbeirat aufzusplitten beziehungsweise einige Stadtteile anderen Gremien zuzuschlagen (wir berichteten). „Das ist ein merkwürdiger Vorstoß“, meint Marion Weil-Döpel. Die Chefin des Ortsvereins findet, dass die jetzige Zuordnung sinnvoll sei. Und Wanka ergänzt, dass sich das Gremium gut um die Belange aller westlichen Stadtteile kümmere.

Wichtiger Punkt des Neujahrsempfangs war zudem die Verabschiedung und Ehrung Arnold Webers. Der Stadtverordnete wird dieses Jahr nicht mehr kandidieren und damit seinen Platz, den er seit 30 Jahren fest im Parlament hat, aufgeben. „Er hat sich für uns eingesetzt“, lobte Wanka. Wertvolle Arbeit habe Weber überdies als Betriebsratsvorsitzender der Hoechst AG und im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt geleistet.

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