Omega-Brücke

Die Stadt hat den Bogen raus

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Mit 2,8 Millionen Euro ist die geplante Sanierung der Omega-Brücke in Griesheim veranschlagt. Im März soll begonnen werden. Für viele Autofahrer bedeutet dies, längere Fahrwege einzuplanen.

Die im Jahr 1973 gebaute Omega-Brücke nimmt eine wichtige Aufgabe im Stadtteil war, denn mit ihren 213 Metern Länge ist sie die Hauptverbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des durch Bahngleise getrennten Griesheims. Mehr als 5000 Fahrzeuge fahren täglich über sie. Nach inzwischen mehr als 40 Jahren weist die Betonbrücke große bauliche Mängel auf, die dringend beseitigt werden müssen. Hierzu zählen der Bodenbelag der Fahrbahn, der wellig ist, die Gehwege, die stark beschädigt sind, und vor allem die mehr als 40 Jahre alten Brückenlager.

Die Omega-Brücke ist eine von mehreren Brückenbauten, für die ein Neubau geplant war. Hiervon ist man mittlerweile abgekommen, weil – wie ursprünglich vorgesehen – eine Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) zur Finanzierung nicht zustande kam. Die Omega-Brücke ist jetzt das erste Brückenbauwerk aus dem einstigen ÖPP-Brückenbestand, das saniert wird. Inklusive aller Kosten wie Bauwerksuntersuchung, Planung und Ausführung liegen die veranschlagten Sanierungsmaßnahmen derzeit bei 2,8 Millionen Euro (wir berichteten).

Im vergangenen Jahr machte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) die geplanten Maßnahmen für die Omega-Brücke öffentlich. Nachdem 2013/14 die Standsicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerks erneut überprüft und beurteilt worden waren, wurde festgestellt, dass eine Sanierung ausreichend ist und hierdurch die Brücke für mindestens 25 Jahre weiterhin für Autofahrer und Fußgänger zur Verfügung stehen kann.

Neben den notwendigen Arbeiten an der Statik der Brücke, dem Austausch der Lager und der Übergangskonstruktionen sowie der Erneuerung von Fahrbahn-Belag, Gehwegen und des Geländers, sind etwa auch breitere Fußwege geplant. So soll der innere Gehweg von 50 Zentimeter auf 1,25 Meter und der äußere Gehweg von 1,16 Meter auf 1,55 Meter verbreitert werden. Außerdem ist die Einrichtung einer markierten Radfahrspur je Fahrtrichtung mit einer Breite von 1,60 Metern vorgesehen. Die Fahrspurbreite inklusive Radfahrspur wird künftig 7,70 Meter betragen. Vorgesehen sind weiterhin neue Straßenlaternen und damit verbunden eine bessere Ausleuchtung des Fußweges und der Fahrbahn. Schließlich soll es künftig lärmgeminderte Übergangskonstruktionen an den Brückenenden geben. Die Fahrgeräusche an den Dehnungsfugen sollen dadurch stark reduziert werden – zur Lärmminderung für die Anwohner. Voraussichtlich im Juni 2016 sollen die gesamten Maßnahmen abgeschlossen sein. Dann sind circa 2800 Quadratmeter Brückenfläche „ertüchtigt“ worden.

Natürlich ist eine solche Maßnahme für Autofahrer mit Einschränkungen verbunden. Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten: Zunächst soll der Innenbogen ertüchtigt werden: In der ersten Bauphase von März bis voraussichtlich Oktober werden der dort befindliche Gehweg sowie die halbe Fahrbahn für Fußgänger, Rad- und Autofahrer gesperrt. Im Oktober soll dann ein Wechsel erfolgen und der Außenbogen samt Gehweg voraussichtlich bis Juni 2016 den Verkehrsteilnehmern nicht zur Verfügung stehen.

In jedem Bauabschnitt gibt es eine einspurige Verkehrsführung; im Verlauf wird vom Außen- auf den Innenbogen gewechselt. Die Konsequenz hieraus ist, dass nur Autofahrer, die von der Mainzer Landstraße über die Waldschulstraße auf die Brücke auffahren, diese Verbindung während der gesamten Bauphasen weiterhin nutzen können. Wer aus südlicher Richtung kommt, muss in Richtung Norden einen anderen Weg nehmen. Die Planungen sehen eine Umleitung über die Stroofstraße vor, die die Autofahrer zur Schwanheimer Straße und von dort zur Mainzer Landstraße bringt.

Fußgänger und Radfahrer brauchen sich indes keine Sorgen zu machen. Während der Arbeiten soll die Brücke für sie weiterhin nutzbar sein. Während der gesamten Sanierungszeit kann es vereinzelt auch zu kurzzeitigen Vollsperrungen kommen, jedoch nur an den Wochenenden nachts und jeweils maximal für vier bis sechs Stunden. Buslinien und Haltestellen bleiben unverändert bestehen.

(alf)

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