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Mit dem größten und gleichzeitig auch schwierigsten Straßenbauprojekt, dem Ausbau der Gimbacher Straße, soll Mitte Januar begonnen werden.

Sanierungen

Stadt stockt Mittel für Straßenbau auf

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Eppstein möchte 2019 erheblich mehr Geld in die Straßenunterhaltung stecken als bisher. Unter anderem startet das Großprojekt Gimbacher Straße.

Je länger man die Reparatur von Straßen aufschiebt, umso teurer wird die Sanierung. Aus dieser Erfahrung aller Kommunen zieht Eppstein jetzt die Konsequenz und stockt die Mittel für den Straßenbau für das nächste Jahr gehörig auf. Alleine das Geld zur Erneuerung der Asphaltdecken wurde verdoppelt; 200 000 Euro stehen im neuen Jahr zur Verfügung. „Das hatten wir so in den letzten Jahren nicht, es musste jetzt aber mal sein“, kommentierte Bürgermeister Alexander Simon (CDU) neulich im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Ersatz für tote Bäume

Gemacht werden soll zum Beispiel der Hessenring in Bremthal. Die Straße wurde vor 23 Jahren gebaut, wenn sie jetzt eine neue Oberfläche bekommt, hält sie noch lange. Andernfalls wäre irgendwann ein kompletter Neubau fällig. Nach bisher geltender Praxis müssten sich an diesen Kosten die Grundeigentümer beteiligen. Diese Regel soll zwar abgeschafft werden, aber beschlossene Sache ist das noch nicht. Die neue Asphaltdecke jedenfalls bezahlt die Stadt alleine.

In der Eppsteiner Altstadt ist der östliche Teil der Burgstraße dran – von der Einmündung auf die Bundesstraße B 455 bis zur Stanniolfabrik. Der westliche Teil wurde bereits saniert. Dazwischen liegt das gepflasterte Stück in der Ortsmitte. Seit Jahren fordern manche, wegen des Lärms das Pflaster mit einer Asphaltschicht zu überziehen; es gibt aber auch Gutachten, nach denen damit gar nicht viel erreicht werden kann. Zuletzt hatte sich der Ortsbeirat im September damit befasst – es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Thema wieder auf die Tagesordnung kommt.

Kümmern will sich die Stadt im gerade begonnenen Jahr auch um die Bürgersteige. Im Blick sind dabei vor allem asphaltierte und beschädigte Abschnitte. Dieses Vorhaben steht auch in Verbindung mit dem Plan, in der gesamten Stadt ein leistungsfähiges Glasfasernetz für schnelle Internetzugänge zu bauen – dann müssen sowieso Bürgersteige aufgegraben werden. Noch steht nicht fest, ob dies zustande kommt, denn realisierbar ist das nur, wenn sich 40 Prozent aller Haushalte beteiligen.

Insgesamt sind es fast 400 000 Euro, die für die Straßenunterhaltung zur Verfügung stehen. Alleine 120 000 Euro davon aber werden zur Reparatur kleinerer Schäden gebraucht, wie sie vor allem im Winter entstehen. Rund 20 000 Euro sind vorgesehen für Bäume, die an den Straßenrändern gepflegt oder gepflanzt werden, etwa als Ersatz für vertrocknete Exemplare. 15 000 Euro möchte die Stadt in die Sanierung von Feldwegen stecken.

Bushaltestellen umbauen

Das größte und schwierigste Straßenbauprojekt in Eppstein aber ist der Ausbau der Gimbacher Straße. Es soll am 14. Januar mit den Arbeiten zur Sicherung des Hangs und zum Neubau von Stützmauern losgehen (wir berichteten). Nach den Worten von Bürgermeister Simon hat die Ausschreibung ein gutes Ergebnis gebracht – die Arbeiten im Jahr 2019 werden voraussichtlich tatsächlich nicht teurer als 500 000 Euro. Schwierig ist das Vorhaben auch, weil es an der teuren Straße nur wenige Grundeigentümer gibt: Gelingt die Abschaffung der Anliegerbeiträge nicht, müssen die sich auf erhebliche finanzielle Forderungen einstellen.

Weiter geht im nächsten Jahr der behindertengerechte Ausbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet, unter anderem stehen Haltepunkte in Bremthal auf dem Programm. 280 000 Euro stehen im Haushaltsplan, 70 Prozent der Kosten werden von der Bundes- und der Landeskasse übernommen. Noch einmal 200 000 Euro sollen für den Bau einer noch fehlenden Bushaltestelle im Gewerbegebiet Eppstein West ausgegeben werden.

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