+
Nach ihrer Landung im Mittelkreis des Sportplatzes mussten die Fallschirmspringer viele Fragen beantworten.

25. Volkslauf

500 Läufer, schwebende Anerkennung, ein Stargast

Einige Regenschauer ließen die Organisatoren des 25. Sulzbacher Volkslaufs ein wenig zittern. Zum Finale landeten dann aber bei gutem Wetter vier Fallschirmspringer auf dem Sportplatz, darunter der 60 Jahre alte Karl-Heinz Rehm, der bei allen 25 Benefizläufen in Sulzbach dabei war.

Sulzbach - Der Volkslauf zugunsten der Kinderkrebsstation der Frankfurter Universitätsklinik und Fallschirmspringen gehören einfach zusammen. Seit dem ersten Benefizlauf durch den Eichwald mit Start und Ziel auf der Sportanlage sind Fallschirmspringer aus Calw im Schwarzwald mit dabei und haben schon Generationen von Schaulustigen mit ihren Stürzen aus dem Himmel begeistert.

Ein Mann der ersten Stunde ist der 60 Jahre alte Oberstabsfeldwebel im Ruhestand, Karl-Heinz Rehm aus Bad Liebenzell, der inzwischen etliche Freundschaften in Sulzbach geschlossen hat.

Den Kontakt hatte der im vergangenen Jahr verstorbene Walter Arzt hergestellt, der in Sulzbach viele Jahre lang dem Gemeindeparlament angehörte und gemeinsam mit der Kinderärztin Dr. Ruth Ellger und weiteren Mitstreitern den Volkslauf ins Leben gerufen hatte. "Mein Freund Walter Arzt war Major der Bundeswehr und Fallschirmspringer und hatte mich damals gefragt, ob ich mit einigen Kumpels mal in Sulzbach springen könnte", erzählt Karl-Heinz Rehm.

Daraus wurde eine Verbindung, die jetzt seit 25 Jahren besteht. Anlässlich des Jubiläums stießen Bürgermeister Elmar Bociek, Käsfraa Marianne Runge und Mitglieder des Organisationsteams mit den vier Fallschirmspringern und ihrem Begleittross am Mittelkreis des Sportplatzes nach dem Absprung mit einem Gläschen Sekt an.

Bevor die Fallschirmspringer von der Sulzbacher Feuerwehr zum Flugplatz nach Gelnhausen gefahren wurden, hatten sie an der Grabstätte von Elke und Walter Arzt auf dem Sulzbacher Friedhof ein Blumengesteck niedergelegt.

Neben dem Sprunglehrer und Tandemmaster Karl-Heinz Rehm, der schon mehr als 5000 Sprünge absolviert hat, waren am Sonntag Axel Olschewski (2700 Sprünge), Joachim Stirn (850) und Michael Wawer (650) in Sulzbach dabei. Olschewski und Stirn sprangen beide auch schon etwa 20 Mal über Sulzbach aus dem Flugzeug.

Karl-Heinz Rehm: "Wir kommen gerne nach Sulzbach. Das ist eine Verpflichtung für unseren Kameraden Walter Arzt und eine Anerkennung an das Organisationsteam, das es ermöglicht hat, dass in 25 Jahren rund 320 000 Euro für krebskranke Kinder gesammelt werden konnten." Rehm fügte schmunzelnd hinzu: "Solange ich laufen und springen kann und die Sulzbacher das wollen, komme ich hierher."

Der Absprung der Fallschirmspringer war das große Finale des 25. Sulzbacher Volkslaufes, der mit mehr als 500 Läufern, Walkern und Gästen nach den Läufen durch den Eichwald und den Bambini-Rennen über eine Stadionrunde in ein fröhliches Fest mündete, bei dem sich etliche Vereine und Institutionen mit ihren Helfern engagierten.

Die Vorsitzende des Frankfurter Vereins "Hilfe für krebskranke Kinder", Karin Reinhold-Kranz, erläuterte, dass der Erlös aus dem Sulzbacher Lauf für Hilfeleistungen eingesetzt werden, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden - zum Beispiel Sporttherapie und andere Maßnahmen, die den Krankenhausalltag der kleinen Patienten ein wenig erleichtern.

Der frühere ZDF-Sportchef und langjährige Moderator des Sportstudios, Wolf-Dieter Poschmann, war Stargast beim Volkslauf und erzählte Interessantes aus seiner 30-jährigen Reportertätigkeit.

Nach der Verlosung der Tombola mit 120 Preisen freute sich die Sulzbacherin Sabine Carl über den Gewinn einer Ballonfahrt, der von der Metzgerei Oliver Weber und dem Lions-Club Sulzbach gestiftet worden war. mir

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare