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Die neue Parkregelung sorgt für Ärger: Hier muss nach zwei Stunden das Auto umgestellt werden, und das bis 23 Uhr.

Alle zwei Stunden umparken

Bürger und Wirtsleute ärgern sich über neue Regelung am Sulzbacher Bürgerhaus

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Parkplatzsuche in Sulzbach: Das ist häufig mit Stress verbunden. Vor allen Dingen die Besucher des Bürgerhauses und der Gaststätte „Die Linde“ können ein Klagelied davon singen, seitdem an einigen Stellen nur für eine begrenzte Zeit das Parken von Autos erlaubt ist.

Die Frau, die am Mittwochabend die Treppe vom Bürgerhaus am Platz an der Linde heruntereilt, ist richtig gestresst. Die Singstunde der Sängervereinigung ist vorbei, und sie will danach mit einigen Sängerfreundinnen- und Freunden in der Gaststätte „Linde“ noch einen Schoppen trinken und ein Stündchen gemütlich zusammensitzen. Aber vorher muss sie sich einen anderen Parkplatz suchen oder mit ihrem Fahrzeug eine kleine Runde fahren und dann den Pkw wieder an demselben Punkt abstellen wie zuvor.

Und warum der Aufwand? Die Parkzeit ist nicht auf allen, aber auf einigen Parkplätzen auf dem Platz an der Linde mit Anzeige auf der Parkscheibe auf zwei Stunden begrenzt.

Früher gab es eine Parkscheibenregelung auf sechs Plätzen auf dem vorderen Parkplatz an der Schwalbacher Straße gegenüber vom Wittich-Hof. Die sind jetzt weggefallen. Dafür – so der im Rathaus zuständige Leiter des Bereichs Bürgerservice, Ordnung und Verkehr, Frank Walz – wurde zwischen Wittich-Hof und Vereinsbrunnen auf 17 Plätzen eine Parkscheibenregelung eingeführt.

Frank Walz: „Es muss auch anderen Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit geboten werden, einen Platz zu finden. Damit folgen wir auch den Empfehlungen des vom Gemeindeparlament beschlossenen Gemeinde-Entwicklungskonzept.“ Darin heißt es, dass eine „Parkraumbewirtschaftung entweder mit Scheibe oder Parkuhr“ notwendig ist.

Frank Walz weist noch darauf hin, dass es im Sulzbacher Ortskern immerhin 100 Parkplätze ohne Parkscheiben-Reglung gibt, einschließlich der Parkplätze im Bürgerzentrum Frankfurter Hof.

Die Frage ist aber, welcher Verkehrsteilnehmer – besonders dann, wenn er von auswärts kommt, noch durchblickt –, wo er wann und wie lange sein Auto parken darf? Deshalb sind auch die Wirtsleute der Gaststätte „Die Linde“ von dem ganzen Hin und Her nicht gerade begeistert.

Bernd Kraul, der Ehemann der Pächterin Luzie Kraul: „Unsere Gäste sind der Meinung, dass man bei zwei Stunden keinen gemütlichen Abend hier verbringen kann. Aber anscheinend ist das so gewollt.“

Bernd Kraul bangt es vor den kommenden Wochen, denn: „Jetzt, wo die Gänsezeit losgeht, werden bestimmt wieder öfters Kontrollen durchgeführt. Eine größere Gruppe hat schon abgesagt, da die Strafmandate den Leuten den Abend vermiesen.“

Mit einem sarkastischen Unterton fügt Bernd Kraul hinzu: „Hauptsache die Anwohner, die hinter der Linde parken, haben ihre Dauerparkplätze.“

Anfang des Jahres hatte es auch für kurze Zeit auf dem Parkplatz am Bürgerzentrum Frankfurter Hof eine Parkscheiben-Regelung gegeben. Auch dort waren Besucher gezwungen, während der Veranstaltungen das Auto umzusetzen. Diese Regelung wurde aber wieder aufgehoben, da der Parkplatz vor allen Dingen tagsüber häufig leer war.

Diskussionsstoff bietet derzeit auch das Anwohnerparken in der Hauptstraße zwischen der katholischen Kirche und dem großen Dalles. Es jedem Recht zu machen, ist schwer. Aber die Verantwortlichen im Rathaus werden in den nächsten Wochen weiter mit dem Parkplatzproblem konfrontiert werden.

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