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Nach einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Bürgerhauses war der einst beabsichtigte Verkauf vom Tisch.

Bürgerversammlung

Bürgerhaus bleibt geöffnet

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Das Bürgerhaus am Platz an der Linde wird nicht – wie einst vorgesehen – europaweit zum Verkauf ausgeschrieben. Die Gaststätte ist geöffnet, der Saal wird von den Vereinen genutzt. Daran soll sich zunächst nichts ändern.

Die Vorsitzende des Vereinsrings, Ilona Schiller, fragte im zweiten Teil der jüngsten Bürgerversammlung, deren Hauptthema das Gemeinde-Entwicklungskonzept war, nach dem Stand der Dinge zum Bürgerhaus: „Man hört nichts mehr, gibt es etwas Neues?“

Die Antwort von Bürgermeister Elmar Bociek (CDU) war dann eindeutig: „Wenn Sie nichts hören, gibt es auch nichts Neues. Die Gaststätte ist geöffnet. Der Saal ist weiter nutzbar. Es gibt keine Planungen, an der Sache etwas zu ändern.“ Der Verwaltungschef fügte allerdings hinzu: „Aber endgültig ist das nicht.“ Bociek bestätigte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass es keine neuen Beschlüsse gibt – weder in die eine noch in die andere Richtung. Die Sache ruhe insoweit, „dass ich keine europaweite Ausschreibung mehr verfolge, wie bereits öffentlich geäußert“. Allerdings bleibe noch der bekannte Verkaufsbeschluss der Gemeindevertretung. Dessen Umsetzung gestalte sich aber als äußerst schwierig, gerade auch mit all den Auflagen.

Die Gemeindevertretung hatte am 8.Oktober 2016 den Gemeindevorstand beauftragt „entsprechende Maßnahmen zum Verkauf des Bürgerhauses oder Verpachtung im Rahmen eines Erbbauvertrages einzuleiten“. Nachdem die Bürgerinitiative „Finger weg vom Bürgerhaus“ mehr als 1600 Unterschriften für den Erhalt des früheren Schulhauses gesammelt hatte, schloss die CDU-Fraktion dann einen Verkauf aus und setzt nur noch auf eine Vergabe der Immobilie in Erbpacht. Die Freien Wähler, die seit Jahren den Verkauf gefordert hatten, sind umgeschwenkt und akzeptieren das Bürgervotum. Die SPD-Fraktion hatte sich von Beginn an für den Erhalt des Gebäudes in der Hand der Gemeinde eingesetzt.

Klaus Belzer, Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins, der den Bürgerhaussaal regelmäßig für Ausstellungen nutzt, fragte in der Bürgerversammlung, ob die Kommunalpolitiker, bis zu einer Entscheidung die nächste Wahl abwarten wollten. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Dr. Odo Klais, wies als Antwort lediglich darauf hin, dass der Pachtvertrag mit der derzeitigen Wirtin befristet sei. Als persönliche Anmerkung fügte er hinzu, dass sich viele Senioren im Zentrum der Gemeinde einen Ort wünschten, an dem man wohnen kann.

(wm)

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